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Der Norden Polizei prüft Hinweise auf weitere Opfer
Nachrichten Der Norden Polizei prüft Hinweise auf weitere Opfer
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14:26 30.04.2016
In diesem Haus wurde die Frau über Wochen misshandelt. Quelle: dpa
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Höxter

Im Fall der nach mutmaßlich wochenlanger Gefangenschaft gestorbenen Frau im ostwestfälischen Höxter gehen die Ermittler Hinweisen auf weitere Opfer nach. Das sei eine Ermittlungsrichtung unter mehreren, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn, Ralf Meyer, am Samstag. "Es gibt Hinweise, dass es so gewesen sein könnte", sagte er. Näheres müssten die Ermittlungen zeigen.

Ein Mann und seine Ex-Frau sollen die Frau in einem Haus wochenlang festgehalten und so schwer misshandelt haben, dass sie starb. Die 41-Jährige aus Bad Gandersheim (Kreis Northeim) hatte sich nach Angaben der Ermittler auf eine Kontaktanzeige des Mannes gemeldet. Gegen den 46-Jährigen und seine 47 Jahre alte Ex-Frau wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Mehrere Medien hatten berichtet, dass es Hinweise auf weitere Frauen gebe, die in der Vergangenheit im Umfeld des Paares gesehen worden sein sollen. Unter anderem sollen das Nachbarn berichtet haben.

Durch stumpfe Gewalt getötet

Der Fall wurde nur bekannt, weil das Paar die körperlich schwer angeschlagene Frau am 21. April zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim bringen wollte. Das Auto sei aber mit einem Motorschaden unterwegs liegen geblieben, erklärte Meyer. Danach riefen die beiden zunächst ein Taxi herbei. Während des Wartens habe sich der Zustand der 41-Jährigen aber immer weiter verschlechtert.

Bisher keine Angaben zum Motiv

"Die Beschuldigten waren nunmehr gezwungen, wegen des schlechten Gesundheitszustandes einen Rettungswagen zu rufen", schrieben die Mordkommission Bielefeld, die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Höxter in ihrer Mitteilung. Ein Notarzt brachte die Frau dann ins Krankenhaus nach Northeim. Dort sei sie zwei Stunden später gestorben.

dpa/wer/frs

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