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Der Norden Umstrittenes Leuphana-Gebäude eröffnet
Nachrichten Der Norden Umstrittenes Leuphana-Gebäude eröffnet
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11:01 11.03.2017
Kosten fast verdoppelt: Das neue Gebäude der Uni Lüneburg. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Hannover/Lüneburg

Der niedersächsische Landesrechnungshof will unter seiner neuen Präsidentin Sandra von Klaeden künftig deutlich früher in die Beratung von Großprojekten einbezogen werden. So könnte drastischen Kostensteigerungen wie etwa beim Neubau des Zentralgebäudes der Leuphana-Universität in Lüneburg besser vorgebeugt werden. „Es ist mein Anliegen, das voranzutreiben“, sagte die vor einem Jahr ins Amt gewählte Rechnungshof-Präsidentin.

Das von Stararchitekt Daniel Libeskind geschaffene Gebäude wird am Sonnabend eröffnet. Es wurde für Gesamtkosten von rund 100 Millionen Euro gebaut, ursprünglich waren knapp 58 Millionen Euro geplant gewesen. Bei solchen Größenordnungen müsse genau geschaut werden, ob die Verantwortlichen die Umsetzung eines solchen Bauprojektes beherrschten, sagte von Klaeden. „Wir haben festgestellt, dass es bei der Leuphana nicht funktioniert hat.“ Der Rechnungshof bedauere sehr, dass es beim Bau zu solchen Kostensteigerungen kam. „Da gilt es prinzipiell zu entscheiden: Braucht man wirklich diese architektonisch sehr anspruchsvolle Gestaltung?“

Seine Kritiker nannten das Projekt ein Luftschloss und hielten den Libeskind-Bau lange für nicht finanzierbar. Auch wenn die Kosten tatsächlich erheblich gestiegen sind und es gedauert hat – der kühne Entwurf ist Wirklichkeit geworden.

Architekt Libeskind selbst will sich nicht an der Diskussion über die Kostensteigerungen beteiligen. „Ich bin in die Kostenplanung nicht involviert“, sagte Libeskind. „Was letztlich beauftragt und ausgeführt wird, entscheidet der Auftraggeber.“

Zusammen mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will der Architekt den Bau heute eröffnen. Gegner betrachteten das neue Leuphana-Gebäude lange als Luftschloss - der Bau ragt kühn gezackt in den Himmel über Lüneburg. Einen rechten Winkel sucht man an der silbern-metallischen Außenfassade des 37 Meter hohen Zentralgebäudes zunächst vergeblich.

Den Löwenanteil der Baukosten tragen der Bund und das Land, die EU sowie die Stadt und der Landkreis Lüneburg. Die Endabrechnung soll frühestens in einigen Monaten vorliegen.

Lüneburg will das Audimax parallel als Stadthalle nutzen. Prüfer der Stadt hatten den Komplex Ende Januar abgenommen. Hätte der Bau nicht fristgerecht in Betrieb genommen werden können, so wären EU-Mittel in Höhe von rund 14 Millionen Euro gefährdet gewesen.

dpa

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