Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Arbeitszeitstudie für Lehrer gefordert
Nachrichten Der Norden Arbeitszeitstudie für Lehrer gefordert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.12.2015
Von Saskia Döhner
Bildungsverbände und Oppositionsparteien fordern eine unabhängige Arbeitszeitstudie für Lehrer.  Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige
Hannover

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich für eine massive Senkung der Unterrichtsverpflichtung stark. Sie lässt derzeit in einer landesweiten Studie die Arbeitszeit von rund 4000 Pädagogen erfassen, dies ist damit aber keine unabhängige Studie. Aufsehen erregt hat die GEW mit ihrer Forderung, Lehrer sollten in Zukunft generell nicht mehr als 22 Stunden in der Woche unterrichten müssen.

Dieses Fernziel war auf einer Landesdelegiertenkonferenz verabschiedet worden. Zunächst müssten die Pädagogen entlastet werden, die derzeit die höchste Pflichtstundenzahl hätten, hatte GEW-Chef Eberhard Brandt gesagt. Das seien Grundschullehrer mit 28 Stunden und Pädagogen an Hauptschulen mit 27,5 Stunden.

Es sei verständlich, dass gerade an Grundschulen der Unmut besonders groß sei, sagte Seefried. Diese Schulform sei bei dem ganzen Ärger um die Mehrarbeit an Gymnasien etwas in Vergessenheit geraten, dabei sei hier die Belastung durch Inklusion und Flüchtlingskinder besonders hoch.

Schulexperte: "Absenkung bleibt Utopie" 

Die Forderung nach einer Absenkung auf 22 Pflichtstunden bleibe auf absehbare Zeit eine Utopie, sagte FDP-Schulexperte Björn Försterling, das gebe der Haushalt des Landes nicht her: „Ich bleibe auch in der Opposition Realist.“ In einem ersten Schritt könne aber die Pflichtstundenzahl von 28 auf 26 Wochenstunden reduziert werden.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) meint, dass kein Lehrer mehr als 25 Stunden unterrichten sollte: „Mehr Zeit für Unterricht, wie es die Philologen fordern, brauchen die Grundschullehrer nicht“, sagte VBE-Vorsitzende Gitta Franke-Zöllmer. Unterricht und andere Aufgaben dürften aber nicht die 40-Stunden-Woche überschreiten, die für Lehrer wie für alle Landesbeamte gelte.

Stefan Politze (SPD) sagte, so verständlich die Forderung nach einer Senkung der Pflichtstundenzahl sei: Man dürfte nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Zunächst sollten die Lehrer nach überflüssigen Verwaltungsaufgaben befragt werden, wie es das Land angekündigt habe.     

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Feuer im Kreis Verden, bei dem am Wochenende zwei Menschen ums Leben gekommen sind, ist absichtlich gelegt worden. Das ergab die Untersuchung der Brandermittler, teilte die Polizei in Verden mit. Eine 20-köpfige Mordkommission nahm daher die Ermittlungen wegen Brandstiftung mit Todesfolge auf.

03.12.2015

Die Polizei musste am Mittwoch eine Massenschlägerei in der Sarstedter Flüchtlings-Notunterkunft auf dem Edeka-Gelände schlichten. Bis in die Abendstunden waren die Beamten damit beschäftigt, die etwa 160 Beteiligten zu beruhigen. In der Unterkunft leben derzeit mehr als 1000 Menschen.

05.12.2015
Der Norden Hamburger Geschäft ausgeraubt - Bewaffnete Juwelenräuber auf der Flucht

Drei Männer haben einen Juwelier in Hamburg ausgeraubt. Sie sind auf der Flucht. Die Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen.

02.12.2015
Anzeige