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Brandanschlag auf neue Flüchtlingsunterkunft

Molotow-Cocktails Brandanschlag auf neue Flüchtlingsunterkunft

Mitten in der Nacht bricht in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Bremen ein Feuer aus. Der Brand ist schnell gelöscht. Die Ermittler finden mehrere Brandsätze. Sie deuten darauf hin, dass die Tat einen politischen Hintergrund hat. Der Staatsschutz ermittelt.

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Polizeibeamte untersuchen die ausgebrannten Wohncontainer.

Quelle: dpa

Bremen. Mit Molotowcocktails haben Unbekannte in der Nacht zum Dienstag ein noch unbewohntes Containerdorf für Flüchtlinge in Bremen angezündet. Vier Container brannten aus, zwölf weitere wurden beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Nach den ersten Ermittlungen der Polizei schlugen Unbekannte an verschiedenen Stellen des Containerdorfs Fensterscheiben ein. Dabei verwendeten sie teilweise Pflastersteine. "Anschließend warfen die Straftäter mehrere Brandsätze in die Objekte", teilten die Beamten mit. Glücklicherweise hätten nicht alle gezündet, hieß es. Sonst wäre vielleicht das ganze Übergangswohnheim zerstört worden.

Das Sozialressort zeigte sich von der Tat entsetzt. "Das ist ein Angriff auf die Schwächsten der Gesellschaft. Es ist auch ein Angriff auf das Herz der Gesellschaft", sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) nach Angaben ihres Sprechers Bernd Schneider. In Bremen sei es der erste Anschlag auf Wohnraum für Flüchtlinge mit weitreichenden Folgen, sagte Schneider. Als Konsequenz würden die Sicherheitskonzepte überdacht. An der positiven Einstellung gegenüber Flüchtlingen habe sich nichts geändert, betonte Schneider. "Die Grundeinstellung bleibt sehr offen", sagte er.

Die Polizei richtete eine Ermittlungsgruppe ein, zu der neben Brandexperten auch Mitarbeiter des Staatsschutzes gehören. "Wir können einen politischen Hintergrund nicht ausschließen", sagte Polizeisprecherin Franka Haedke. Den Schaden konnte die Polizei zunächst nicht beziffern. Die Schutzmaßnahmen für Flüchtlingsunterkünfte würden intensiviert.

Das Containerdorf war für 135 Schutzsuchende geplant. Bislang standen auf dem Gelände 80 Container. "Die ausgebrannten Container wird man nicht retten können", sagte Schneider. Die Unterkunft sollte im November von der Baufirma an die Stadt und dann an einen Träger übergeben werden. Die Container, die in der Regel von zwei Menschen bewohnt werden, waren noch nicht möbliert. Im Dezember sollten die ersten Flüchtlinge einziehen.

Ein Anrufer hatte in der Nacht zum Dienstag die Feuerwehr alarmiert. Diese rückte mit drei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften an, wie ein Sprecher berichtete. Sie konnten die Flammen schnell löschen.

dpa

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  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
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  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
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