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Der Norden Wo sind die Lehrer?
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00:15 30.08.2016
Von Saskia Döhner
Individuelle Förderung braucht Lehrer: An der Pestalozzi-Oberschule in Hannover fehlen derzeit drei Vollzeitkräfte. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Entsprechende Zahlen hat das Kultusministerium am Freitag vorgelegt. Besonders große Probleme werde es vermutlich an den Grundschulen geben, sagte er.

Im vergangenen Jahr hatte dort die Unterrichtsversorgung bei 101,6 Prozent gelegen, jetzt beträgt der Prognosewert nur 99,9 Prozent. Damit sei das Modell der Verlässlichen Grundschule gefährdet, warnt Seefried. Eigentlich wird den Eltern garantiert, dass Grundschüler jeden Tag bis mindestens 13 Uhr betreut werden. Das Ministerium verweist in einer Antwort auf eine CDU-Anfrage darauf, dass die Besetzungsverfahren noch laufen und an Grundschulen jetzt erstmals auch Quereinsteiger aufgenommen werden können.

Auch an Ober-, Real- sowie Gesamtschulen und Gymnasien droht wegen der schlechten Lehrerversorgung ein massiver Unterrichtsausfall. Für die Oberschulen liegt der Prognosewert bei 95,8 Prozent. Die genauen Zahlen, die Mitte August erhoben worden sind, sollen Ende des Jahres veröffentlicht werden. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hatte in der jüngsten Landtagssitzung betont, dass bei der Beschwerde-Hotline zum Unterrichtsausfall von Ende Juli bis Mitte August gerade mal fünf Anrufe eingegangen seien. Zudem habe man ein 17-Punkte-Programm zur Lehrergewinnung beschlossen.

Für die CDU ist das nichts anderes als „Mangelverwaltung“. Aus den Ganztagsschulen würden Lehrer aus der Nachmittagsbetreuung herausgenommen, um den Pflichtunterricht sicherzustellen, heißt es beim Verband der Elternräte der Gymnasien. Dies zeige, wie dramatisch die Situation sei. Zudem beschweren sich immer wieder Eltern und Schulleiter, dass sie Kindern mit Handicap nicht die Förderung zukommen lassen können, die nötig wäre, weil Sonderpädagogen fehlen. Statt 100 Prozent würden nur 70 bis 80 Prozent der Förderstunden erteilt. „Den Kindern in den Regelschulen tut man damit keinen Gefallen“, sagt Anika von Bose, Elternvertreterin aus Celle.

Noch schlechter sind die Berufsschulen mit Lehrern versorgt. Hier will das Land kurzfristig 100 zusätzliche Stellen ausschreiben. Fraglich bleibt, ob sich dafür Bewerber finden lassen.

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