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Der Norden Unwetter wüten über Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Unwetter wüten über Niedersachsen
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16:48 24.06.2016
 In der Region Osnabrück mussten Feuerwehr und Polizei mehr als 50 Mal ausrücken. Quelle: dpa
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Hannover

Eine Schlechtwetterfront hat Niedersachsen fest im Griff. Auch am Wochenende werden Teile des Landes unter starkem Regen, Hagel und Gewitter leiden. Bereits in der Nacht zum Freitag fielen rund um die Wetterstation Groß Berßen im Landkreis Emsland bis zu 151 Liter Regen je Quadratmeter - das ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rekordverdächtig. In Sottrum, Zeven und Scheeßel im Landkreis Rotenburg sind Blitze in drei Häuser eingeschlagen. Verletzt wurde niemand. Das reetgedeckte Dach eines Einfamilienhauses in Sottrum brannte vollkommen aus. In Zeven konnte der Brand eines Dachstuhls schnell gelöscht werden, und auch in Scheeßel hatten die Rettungskräfte das Feuer in einer Wanddämmung schnell im Griff. 

"Das Unwetter zieht am Freitag in einem schmalen Streifen von Kiel über Hamburg bis nach Osnabrück durch das Land", sagte DWD-Sprecher Rüdiger Hartig. Diese Front bewege sich sehr langsam ostwärts. Von der Nordsee komme kühlere Luft, am Samstag und Sonntag werde es daher nicht mehr so schwülwarm sein, mit Starkregen und Gewittern müsse aber trotzdem gerechnet werden (zur aktuellen Unwetterwarnung).

Eine dicke Gewitterfront ist über Hannover hinweggezogen. In manchen Stadtteilen zeigten sich Blitz und Donner, einige Regionen blieben vom großen Unwetter verschont. So sieht der Himmel bei unseren Lesern aus.

Bereits in der Nacht zum Freitag fielen rund um die Wetterstation Groß Berßen im Landkreis Emsland bis zu 151 Liter Regen je Quadratmeter - das ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes rekordverdächtig. In der Region Osnabrück mussten Feuerwehr und Polizei mehr als 50 Mal ausrücken. Es habe zahlreiche Blitzeinschläge in Einfamilienhäusern gegeben, teilte die Polizei am Freitagmorgen mit. Dabei sei ein Dachstuhl in Brand geraten. Das Unwetter habe außerdem Straßen und Keller geflutet.

Auch im Kreis Cloppenburg kam es zu Überschwemmungen und Unterspülungen von Straßen, zudem stürzten wegen starker Windböen Bäume um. Menschen wurden nicht verletzt. "Niedersachsen ist dabei noch glimpflich davon gekommen", erklärte Hartig. "Nordrhein-Westfalen hat es noch schlimmer getroffen." Dort fielen durchschnittlich 60 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde, in Niedersachsen seien es mit 30 bis 40 Litern deutlich weniger gewesen. In Bremen registrierte die Hansewasser bis zu 25 Liter in der Stunde.

Gewitterfront zieht über "Hurricane"-Gelände

2016 zog ein Unwetter über das Gelände des Hurricane-Festivals hinweg.

Auch auf dem Festivalgelände des "Hurricane"-Geländes in Scheeßel ist bereits am Anreisetag ein Zelt evakuiert worden. Heftige Unwetter zogen seit dem späten Donnerstagabend über den Veranstaltungsort. Bei starkem Regen und Gewitter habe sich um das Partyzelt ein See gebildet, teilte die Polizei am Freitag mit. Aus Sorge um die darin aufgebaute elektrische Anlage verlegten die Veranstalter geplante Auftritte auf eine andere Bühne.

Auf dem Campingplatz liefen unterdessen viele Zelte von Besuchern mit Wasser voll. Verletzt wurde niemand. Offizieller Start des Festivals ist am Freitag.

dpa/ewo/ton

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