Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Ursache für Explosion weiter unklar

Chemiefabrik in Ritterhude Ursache für Explosion weiter unklar

Ein Toter und viele zerstörte Häuser - die Explosion einer Chemiefabrik in Ritterhude vor etwa einem Jahr hatte verheerende Folgen. Die Ursache ist noch immer nicht geklärt. Doch der Betreiber hat schon neue Pläne.

Voriger Artikel
Keine Suche nach Zwischenlager
Nächster Artikel
Verletzte nach Chemieunfall auf Intensivstation

Die Explosion einer Chemiefabrik in Ritterhude beschädigte zahlreiche Wohnhäuser. Die Ursache ist weiterhin unklar.

Quelle: dpa/Archiv

Ritterhude. Fast ein Jahr nach der gewaltigen Explosion in einer Chemiefabrik in Ritterhude ist die Ursache immer noch unklar. Die Polizei habe ihr Arbeit auf dem Gelände zwar beendet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Lutz Gaebel. "Die Brandstätte ist freigegeben." Die Ermittlungen werden insgesamt aber noch Monate dauern.

Eine schwere Explosion erschütterte am Dienstagabend den Ort Ritterhude bei Bremen. Ein Mann wurde verletzt aus den Trümmern gerettet - die umliegenden Häuser sind durch die Explosion teilweise einsturzgefährdet.

Zur Bildergalerie

Während die Behörden und die Anwohner in Ritterhude noch mit der Bewältigung des Unglücks beschäftigt sind, plant der Fabrikbetreiber eine neue Produktionsstätte in Thüringen. Die Entsorgungsfirma für Chemieabfälle war im vergangenen September mitten in einem Wohngebiet in dem kleinen Ort nahe Bremen in die Luft geflogen. Ein Mitarbeiter kam ums Leben. Die Druckwelle beschädigte rund 40 Häuser. Zahlreiche Familien verloren vorrübergehend ihr Zuhause. Uwe Vanester und seine Frau mussten mehrere Wochen in einem Wohnmobil hausen. Bis auf drei Familien seien inzwischen aber alle wieder in ihre Häuser zurückgekehrt, sagt Vanester. Am 12. September wollen er und seine Nachbarn das mit einem Fest feiern und dabei allen Helfern danken, die sie in der schweren Zeit unterstützt haben.

Ein halbes Jahr nach der Explosion einer Chemiefirma in Ritterhude sind die Schäden an den umliegenden Gebäuden noch immer zu sehen. Ein Rundgang.

Zur Bildergalerie

Dass der Betreiber Organo Fluid die zerstörte Fabrik in Ritterhude nicht mehr in aufbauen will, steht fest. Doch welche Folgen die Explosion für die Umwelt haben könnte, lässt sich zurzeit noch nicht abschätzen. Experten haben an 30 Stellen auf dem Gelände Proben aus den Boden gezogen, um diesen auf Schadstoffe wie Benzol oder Schwermetalle zu testen. Auch das Grundwasser wird untersucht. Die Ergebnisse sollen nach Angaben des Umweltministeriums Mitte August vorliegen.

Für Ende des Monats ist eine Bürgerversammlung geplant, bei der die Behörden die Anwohner informieren werden. Nach einer Untersuchung des Ministeriums hatte es Monate vor der Explosion schwere Versäumnisse bei Aufsichtsbehörden und dem Unternehmen gegeben. Organo Fluid denkt bereits über den Bau einer neuen Produktionsstätte nach. Dafür will die Firma ein Grundstück im thüringischen Niederorschel kaufen. Der Gemeinderat wird nach Angaben eines Unternehmenssprechers am 11. August darüber entscheiden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wenzel zu Ritterhude
Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (links) und sein Sprecher Rudi Zimmeck kommen zur Sondersitzung des Umweltausschusses.

Vor der Explosion der Chemiefabrik in Ritterhude bei Bremen vor acht Monaten hat es schwere Versäumnisse der Aufsichtsbehörden und des Unternehmens selbst gegeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Montag von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) vorgestellter Untersuchungsbericht.

mehr
Mehr aus Der Norden

Finden Sie, dass es momentan zu viele schlechte Nachrichten gibt? Das möchten wir gerne ändern, und zwar mit Ihrer Hilfe. Gemeinsam mit dem NDR, den Kieler Nachrichten, der Ostsee-Zeitung in Rostock und dem Hamburger Abendblatt sammeln wir die guten Nachrichten der Leser und Hörer. Teilnehmer können einen exklusiven Besuch der Elbphilharmonie in Hamburg gewinnen.  mehr

So schön ist Niedersachsen aus der Luft

Von Harz über Heide bis zur Nordsee: Die schönsten Luftaufnahmen von Niedersachsen.

Niedersachsen in Zahlen
  • Landeshauptstadt : Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche : 47.634,90 km²
  • Einwohner : 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte : 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl : 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
Weihnachtsfeier in Flüchtlingslager Friedland

Weihnachtliche Stimmung im Grenzdurchgangslager Friedland: Zur Weihnachtsfeier mit den Flüchtlingen am Freitag kam auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius.