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Der Norden Weil erwartet bei VW neue Hiobsbotschaften
Nachrichten Der Norden Weil erwartet bei VW neue Hiobsbotschaften
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10:50 08.03.2016
Blick auf das große Logo auf dem VW-Tower in Hannover. Quelle: dpa
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Braunschweig/Wolfsburg

Niedersachsens Regierungschef und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) hat in der Abgas-Affäre vor neuen Hiobsbotschaften gewarnt. "Wir werden in diesem Jahr immer mal wieder mit unangenehmen Nachrichten im Zusammenhang mit "Dieselgate" konfrontiert werden", sagte der Ministerpräsident am Dienstag bei einer Betriebsversammlung im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg.

Details zu seiner Warnung nannte Weil nicht. VW will in der zweiten April-Hälfte einen Zwischenbericht zur Schuldfrage vorlegen. Außerdem sind die Strafen - vor allem in den USA - noch nicht absehbar. In den Vereinigten Staaten ist noch nicht einmal ein Rückrufplan für die Autos beschlossen.

Zu den finanziellen Folgen der Affäre um weltweit rund elf Millionen manipulierte Wagen sagte Weil: "Der Schaden wird unterm Strich mit Sicherheit kein geringer sein. Das kann man heute schon sagen."

Das Land Niedersachsen ist nach den Familien Porsche und Piëch der größte Aktionär bei Europas größtem Autobauer.

Ermittlungen ausgeweitet

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat die Ermittlungen in der Abgas-Affäre deutlich ausgeweitet. Unter den Personen befinde sich aber nach wie vor kein Vorstandsmitglied, betonte Oberstaatsanwalt Ziehe und verwies auf die Ermittlungen. Bei den Beschuldigten, die "alle aus dem Umfeld des VW-Konzerns im weitesten Sinne stammten", gehe es weiterhin um den Verdacht des Betrugs und mögliche Verstöße gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Exakt fünf Monate nach der schlagzeilenträchtigen Razzia bei Volkswagen werde das Bild der Ermittler zu den Hintergründen für die Manipulationen von Diesel-Fahrzeugen immer besser, sagte Ziehe. Nach wie vor laufe die Zeugenbefragung und Auswertung der konfiszierten Akten. In den nächsten Tagen würden auch die neuen Personen auf der Liste der Beschuldigten Nachrichten erhalten und dann auch befragt werden.

dpa

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