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"Die Farbe der Leine hat uns auch geschockt"

Pumpenleck in Papierfabrik "Die Farbe der Leine hat uns auch geschockt"

Die Grün- und Blau- und Weißfärbung der Leine, die am Wochenende in Hannover und anderen Orten entlang des Flusses Besorgnis hervorgerufen hat, war offenbar harmlos und geht nicht auf eine strafbare Handlung zurück. Durch ein Pumpenleck in der Kläranlage der Alfelder Papierfabrik war Kalziumkarbonat ins Wasser gelaufen.

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Ein Leck in der Kläranlage der Alfelder Papierfabrik Sappi (Bild) färbte am Wochenende die Leine.

Quelle: Sinai/Hagemann/Montage

Alfeld. Achim Stolz, Sprecher beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), sagte am Montag der HAZ: ,,Nach unseren Erkenntnissen handelt es sich bei dem eingeleiteten Stoff um Kalziumkarbonat, das – abgesehen von der ungewöhnlichen Färbung –  bislang keine negativen Auswirkungen auf die Flussökologie hatte." Dies bestätigte auch Helfried Basse, Umweltdezernent beim Landkreis Hildesheim: ,,Eine Gefährdung von Mensch und Tier liegt nach derzeitigen Erkenntnissen nicht vor." Die Färbung des Leinewassers, zunächst weiß-, später grün- und blauschimmernd, sei durch ein Leck an einer Pumpe entstanden, aus dem der kreidehaltige Stoff austrat.

Ungewohnter Anblick: Weiß, braun, grün glitzert das Wasser der Leine.

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Da es zu keiner nachhaltigen Gewässerverunreinigung gekommen sei, liegt nach Auffassung des Landkreises keine strafbare Handlung vor. Gemeinsam mit dem beim NLWKN angesiedelten Gewerbeaufsichtsamt werde der ,,Fachdienst Umwelt und Bevölkerungsschutz" des Kreises Hildesheim aber eine Überprüfung der Anlage einfordern mit dem Ziel, bei solchen Leckagen ein gesondertes Auffangen des Kalkwassers sicherzustellen. So sollten zukünftige Verunreinigungen verhindert werden.

Eine Sprecherin der Papierfabrik Sappi sagte, einen solchen Vorfall habe es in der jahrhundertelangen Geschichte der im Alfelder Ortszentrum gelegenen Fabrik zuvor nie gegeben. Das Leck sei am Freitag an einer Pumpe der Kläranlage aufgetreten - Kalziumkarbonat werde zur Papierherstellung verwendet. Man habe die Kläranlage nicht gleich abschalten können, weil dies die zur Wasserklärung eingesetzten Mikroorganismen zerstört hätte. Zu keinem Zeitpunkt habe eine Gefahr für die Umwelt bestanden. Es hätten sich aber zahlreiche besorgte Anwohner gemeldet. Gleiches hatte auch die Polizei Hannover berichtet, wo das gefärbte Wasser am Sonnabend in Richtung Neustadt durchfloss.

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