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Verteidiger: Polizei untätig, Zeuge gelogen

Prozess gegen IS-Rückkehrer Verteidiger: Polizei untätig, Zeuge gelogen

Der Verteidiger des IS-Rückkehrers Ayoub B. hat im Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle die Einstellung des Verfahrens gefordert und Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Diese habe den Angeklagten trotz Hinweisen auf IS-Anwerber in Wolfsburg nicht an der Ausreise gehindert. Dazu soll ein Polizist im Zeugenstand gelogen haben.

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Der angeklagte Ayoub B. ist wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt.

Quelle: Stratenschulte/Archiv

Celle. Im Prozess gegen zwei IS-Rückkehrer in Celle hat die Verteidigung für den 27-jährigen Ayoub B. die Einstellung des Verfahrens gefordert und Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Trotz Hinweise auf den Anwerber des Islamischen Staates in Wolfsburg sei die Polizei monatelang untätig geblieben und habe die Ausreise des Angeklagten nicht verhindert, sagte sein Anwalt am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Celle. Wäre die Polizei früher gegen den Anwerber vorgegangen, hätte eine Radikalisierung verhindert werden können.

Darüber hinaus warf der Verteidiger einem als Zeuge gehörten Polizisten vor, vor Gericht gelogen zu haben. Entweder habe dieser Schlampereien vertuschen wollen oder aber es handele sich bei dem IS-Anwerber um einen Informanten des Verfassungsschutzes. Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag für beide Angeklagte lange Haftstrafen wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gefordert.

Für Ayoub B., der in Kämpfe verwickelt gewesen sein soll, forderte sie auch wegen Beihilfe zum Mord siebeneinhalb Jahre Haft. Ebrahim H. B. (26) soll vier Jahre und drei Monate hinter Gitter. Das Plädoyer seines Anwalts wird für den Mittag erwartet. Das Urteil soll am kommenden Montag verkündet werden. Die zwei Deutsch-Tunesier aus Wolfsburg waren 2014 für mehrere Monate in Syrien und im Irak und kehrten dann nach Niedersachsen zurück.

dpa

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Im Terrorprozess gegen zwei Syrien-Rückkehrer wird am Oberlandesgericht Celle am Montag das Plädoyer der Bundesanwaltschaft erwartet. Die 26 und 27 Jahre alten Angeklagten sollen sich 2014 der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und dem Irak angeschlossen haben.

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