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Der Norden Wachleute sollen Flüchtlinge misshandelt haben
Nachrichten Der Norden Wachleute sollen Flüchtlinge misshandelt haben
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19:11 31.01.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)

Wegen des Vorwurfes, Flüchtlinge schwer misshandelt zu haben, müssen sich zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ab der kommenden Woche vor dem Amtsgericht Lingen verantworten. Die beiden Wachleute sollen bereits im Dezember 2015 in Lingen (Emsland) drei Pakistaner in einen Toilettenraum eingesperrt und danach geschlagen haben. Nach Informationen des NDR verzögerten sich die Ermittlungen, weil es Verständigungsprobleme gab und Zeugen zwischenzeitlich in andere Unterkünfte verlegt wurden.
Am nächsten Dienstag beginnt am Amtsgericht der Prozess gegen die 36 und 28 Jahre alten Männer. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Fast bewusstlos geschlagen

Die Männer sollten in der Unterkunft in der Turnhalle des Gymnasiums Georgianum eigentlich für Sicherheit sorgen. Doch am Abend des 20. Dezember 2015 wurden sie der Anklage zufolge gewalttätig. Den Wachleuten wird vorgeworfen, die drei Flüchtlinge zunächst in einen Toilettenraum eingesperrt und später ein Opfer nach dem anderen aus dem Raum herausgeholt und gemeinsam auf es eingeschlagen zu haben. Einem der Flüchtlinge sollen die Männer durch ihre Misshandlungen das Nasenbein gebrochen haben, ein weiteres Opfer sollen sie fast bewusstlos geschlagen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Nach einer Behandlung durch zwei Sanitäter soll das Opfer wieder in der Toilette eingesperrt worden sein.

Der Landkreis, der die Flüchtlingsunterkunft betrieb, wollte mit Hinweis auf das laufende Verfahren keine weiteren Auskünfte zu dem Vorfall erteilen. Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Zur Hauptverhandlung sind 14 Zeugen geladen.

lis     

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