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Der Norden Studenten entdecken das Lehramt wieder
Nachrichten Der Norden Studenten entdecken das Lehramt wieder
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15:54 06.11.2016
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Hannover

So habe es an der Technischen Universität Braunschweig zu diesem Wintersemester auf 85 Germanistik-Studienplätze rund 1400 Bewerber gegeben, wie TU-Sprecherin Regina Eckhoff sagt: „So viele haben wir noch nie gehabt.“

Auch an der Leibniz Universität Hannover haben mehr angehende Lehrer ihr Studium begonnen, wie Sprecherin Mechtild von Münchhausen bestätigt: 248 Männer und Frauen haben in diesem Wintersemester ein Masterstudium für das Lehramt an Gymnasien aufgenommen - das entspricht einem Plus von 3 Prozent. Beim Master Lehramt für Sonderpädagogik fällt das Plus mit 8 Prozent auf 141 Personen noch größer aus. Und beim Lehramt für berufsbildende Schulen gibt es sogar ein Plus von 19 Prozent auf 175 Personen. Das sei die höchste Zahl seit zwölf Jahren.

Eine hohe Nachfrage bei Lehramtsstudiengängen gibt es auch in an der Universität Göttingen. Im Fach Deutsch gab es mehr als 1000 Bewerber für 106 Plätze, in Geschichte 410 Bewerber für 58 Plätze und in Biologie 410 Bewerbungen auf 32 Plätze. Die Universitäten in Osnabrück, Oldenburg und Lüneburg verzeichneten zwar keine gestiegene Nachfrage nach Lehramtsstudiengängen, allerdings melden die Universitäten auch keinen Rückgang. „Die Bewerberzahlen sind in etwa auf dem gleichen Niveau geblieben“, sagt der Sprecher der Leuphana-Universität in Lüneburg, Henning Zühlsdorff.

In Niedersachsen herrscht Lehrermangel. Das Kultusministerium hatte zum neuen Schuljahr 2700 Stellen ausgeschrieben, aber nur 2040 besetzen können. Vor allem an Grund-, Haupt- und Realschulen fehlen die Bewerber. Die Unterrichtsversorgung ist in Niedersachsen auf 98 Prozent gefallen. Während die Opposition im Landtag und Elternverbände den Unterrichtsausfall kritisieren, betont Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), dass die Erteilung des Pflichtunterrichts gesichert sei.

Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbands, der die Gymnasiallehrer vertritt, sieht den Zulauf dennoch kritisch. „Der Bedarf entwickelt sich oft kurzfristig“, etwa durch die aktuelle Flüchtlingssituation - das könne man nicht Jahre im Voraus planen. Verlässlich gute Einstellungschancen hätten allenfalls Lehramtsstudenten von Mangelfächern wie Physik. Doch „besonders hoch ist immer der Zulauf bei den Geisteswissenschaften“, sagt Audritz.

„Die eigentliche Frage ist aber: Ist jeder, der ein Lehramtsstudium anfängt wirklich geeignet für den Beruf?“ Fachliche Qualität sei das eine, aber die Fähigkeit, vor einer Klasse stehen und unterrichten zu können, sei das andere. Mancher Student stelle erst im Referendariat fest, dass ihm das überhaupt nicht liege. „Das ist dann eine schmerzhafte Erfahrung“, sagt Audritz. Ziel müsse es sein, die Studierenden in Praktika und Hospitationen sehr früh, eventuell schon vor Beginn des Studiums ausprobieren zu lassen, ob sie an der Unterrichtssituation Freude haben.

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