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SEK-Beamter bleibt unbestraft

Waffen verwechselt SEK-Beamter bleibt unbestraft

Ein Bremer Polizist, der sein Elektroschockgerät mit seiner Pistole verwechselte und damit einen Lebensmüden schwer verletzte, muss sich nicht vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren jetzt eingestellt.

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Elektroschocker sehen aus wie Pistolen, setzen aber nur Stromschläge.

Quelle: dpa

Bremen. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt gegen den SEK-Beamten jetzt eingestellt, wie eine Justizsprecherin am Donnerstag der HAZ berichtete. Der Grund: Der Griff zur Pistole sei antrainiert und könne dem Beamten deshalb nicht zur Last gelegt werden.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) wollte 2014 den mit einem Messer ausgerüsteten 33-Jährigen vom angedrohten Selbstmord abhalten. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft steckte sich der 34-jährige Beamte einen sogenannten Taser – ein Elektroschockgerät – in die rechte Hosentasche und umklammerte ihn vorsorglich mit der Hand. Kurz vor dem Einsatzbefehl sei ihm ein Ohr­stöpsel heruntergefallen, der ihn vor dem geplanten Knallkörpereinsatz beim Zugriff schützen sollte. Als er den Stöpsel zurück ins Ohr gesteckt habe, sei das Einsatzsignal gekommen, und er habe automatisch zur Pistole statt zum Taser gegriffen. Das sei ihm strafrechtlich nicht vorzuwerfen, denn laut einem Sachverständigengutachten sei das Ergreifen der Pistole beim Einsatzsignal ein antrainierter, automatisierter Handlungsablauf, der nicht willentlich zu steuern sei.

Nach Angaben der Polizei sehen sich beide Waffen sehr ähnlich. Mit einem Taser können die Beamten ein Projektil mit Widerhaken und Stromkabel verschießen. Damit wird der Getroffene sekundenlang unter Strom gesetzt und handlungsunfähig gemacht.

Als Konsequenz aus dem Vorfall dürfen die Elektroschocker in Bremen nur noch auf der jeweiligen „Nichtschusshandseite“ getragen werden, bei Rechtshändern also auf der linken Körperseite, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage mitteilte. Der SEK-Beamte arbeitet inzwischen in einer anderen Dienststelle.

Von Eckhard Stengel

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