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Der Norden Waffenkontrolleure stoßen auf viele Verstöße
Nachrichten Der Norden Waffenkontrolleure stoßen auf viele Verstöße
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12:02 20.09.2014
In Niedersachsen wurden von den 133 082 registrierten Waffenbesitzern im vergangenen Jahr 5174 kontrolliert. 3875 Kontrollen waren unangemeldet, 1299 angemeldet. Quelle: dpa
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Hannover

Die Kontrollen sollen Amokläufe wie in Winnenden verhindern: Seit der Verschärfung des Waffenrechts vor fünf Jahren müssen Waffenbesitzer in Niedersachsen und Bremen mit unangemeldeten Kontrollen von Waffen, Munition und ihrer Aufbewahrung rechnen. Dabei haben in Niedersachsen erst ein Fünftel der Betroffenen Besuch von einem Kontrolleur erhalten. In Bremen werden bei den Überprüfungen viele Verstöße entdeckt. Dies teilten die Innenressorts mit. Mit den Kontrollen soll der Zugriff Unbefugter auf Waffen verhindert werden, die Sportschützen oder Jäger ganz legal zu Hause haben.

In Niedersachsen wurden von den 133 082 registrierten Waffenbesitzern im vergangenen Jahr 5174 kontrolliert. 3875 Kontrollen waren unangemeldet, 1299 angemeldet.

Derzeit sind im Nationalen Waffenregister für Niedersachsen 651 643 Waffen im Privatbesitz registriert. Das Innenministerium gab mit Blick auf die Zahl aber zu bedenken, dass es noch etliche Doppelregistrierungen von Waffenbesitzern und Waffen gibt, da unterschiedliche Behörden teils dieselben Daten erfassten. Nach einer Bereinigung bis 2017 wird klar sein, wieviele Niedersachsen tatsächlich eine Waffe besitzen.

In Bremen müssen die mehr als 3000 Waffenbesitzer jederzeit mit einer Überprüfung rechnen. Viermal und demnächst sogar fünfmal die Woche rücken die Kontrolleure aus - sechs pensionierte Polizisten unterstützt von sieben Verwaltungsangestellten. Und fast immer finden sie etwas: „Bei Dreiviertel der unangekündigten Kontrollen gibt es Beanstandungen“, sagte die Sprecherin des Innenressort, Rose Gerdts-Schiffler. „Es ist manchmal einfach Unachtsamkeit.“ Doch in einigen Fällen sind die Verstöße heftiger: Von Februar bis August dieses Jahres mussten 191 Bürger deshalb ihre Waffen abgeben.

Auf Widerstand stoßen die Behördenmitarbeiter eher selten. „Die meisten machen da mit“, sagte Gerdts-Schiffler. Die Kontrolleure prüfen, ob die Waffen in einem sicheren Schrank untergebracht sind, die Tür zu dem Raum verschließbar ist und die Munition getrennt gelagert wird. 139 Euro kostet den Waffenbesitzer das Ganze.

Das und die Kosten für den Sicherheitsschrank hat inzwischen viele dazu bewogen, ihre Pistolen und Gewehre abzugeben. „Die Zahl der legalen Waffenbesitzer sinkt enorm in Bremen“, sagte die Sprecherin. Seit Jahresanfang streckten etwa 1000 ihre Waffen. Über den illegalen Waffenbesitz gebe es keine zuverlässigen Zahlen, sagte sie.

dpa

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