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Der Norden Die Bundeswehr sucht IT-Soldaten
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00:15 16.04.2017
Hacker-Angriffe und Netzattacken: Die jungen Leute an Bord sind aber vor allem daran interessiert, wie eine Fregatte aussieht.Foto: dpa Quelle: Carmen Jaspersen
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Wilhelmshaven

Es ist ziemlich zugig auf dem Vordeck der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“. Das Schiff liegt am Kai des Marinestützpunktes Wilhelmshaven. Auf dem Deck stehen junge Leute, Männer und Frauen - so um die 20 Jahre, einige jünger, einige älter. Sie sind Teilnehmer des ersten IT-Cyber-Camps, mit dem die Bundeswehr den dringend benötigten IT-Nachwuchs anwerben will.

Anfang April hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die neue Bundeswehr-Cyber-Gruppe CIR in Dienst gestellt. Aktuell sucht die Truppe rund 1800 Fachkräfte. Im Angebot: 1000 Stellen als IT-Soldaten und 800 militärische und zivile Stellen als IT-Administrator. In der Job-Beschreibung steht im Grundsatz: Hacker-Angriffe abwehren und bei Bedarf Netzattacken ausführen.

Die jungen Leute an Bord der „Mecklenburg-Vorpommern“ sind alle „IT-affin“, wollen sich aber zuallererst mal auf einer Fregatte umsehen und sich über die Marine informieren. Sie besichtigen die Kommandobrücke, das Operationszentrum und den Leitstand. „Kann ich mir schon vorstellen“, sagt Nils Groß, der bei der Bundeswehr in der Eifel eine zivile Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme absolviert. In rund einem Jahr muss der 19-Jährige sich entscheiden, ob er bei der Bundeswehr bleibt oder in die Privatwirtschaft wechselt.

Die Bundeswehr will sich besser und effizienter gegen die Tausenden täglichen Hacker-Angriffe schützen. Schon im Juli soll die neue Einheit 13.500 Soldatinnen und Soldaten zählen. „Ja, wir müssen richtig Gas geben, um die klügsten Köpfe zu bekommen und zu halten“, hatte von der Leyen gesagt. „Die Bundeswehr ist schon ein besonderer Arbeitgeber“, weiß auch Kapitänleutnant Dominik Hagenah vom Bundeswehr-Karrierecenter. Er spricht vom Familiengefühl bei der Marine, lobt die Chance, früh Verantwortung übernehmen zu können, und die Vielfältigkeit der Aufgaben, die sich nicht nur auf IT beschränkten. Die Bundeswehr bemüht sich sichtlich um die IT-Community. „Das machen wir gerade auch durch Aktionen wie das IT-Cyber-Camp.“

Aus Sicht des Chaos Computer Clubs ist das alles andere als ein positiver Trend. „Ich bin enttäuscht, dass das schöne Internet zum Kriegsschauplatz entwickelt wird. Da hätte ich mir von der Menschheit mehr erwartet“, sagte CCC-Sprecher Linus Neumann.

Von Cyber-Attacken auf die Bundeswehr - immerhin über 280.000 in den ersten zwei Monaten 2017 - hat der Kommandant auf der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ bislang nichts gemerkt. „Das Schiff ist sicher“, sagt Fregattenkapitän Christian Schultze. Auch er sucht für seine Mannschaft noch IT-Experten, die sich in der digitalen Welt auskennen. Die Realität lernen sie dann beim Einsatz auf hoher See kennen. Die „Mecklenburg-Vorpommern“ läuft im August wieder ins Mittelmeer aus, um an der Operation „Sophia“ gegen Schleuserkriminalität teilzunehmen.

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