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Der Norden Zwei Frauen in Lüneburg erstochen
Nachrichten Der Norden Zwei Frauen in Lüneburg erstochen
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21:46 04.01.2015
Von Karl Doeleke
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Lüneburg

In Lüneburg sind am Sonntag zwei Frauen erstochen worden. Die Polizei fahndet nach dem 31 Jahre alten Ehemann eines der beiden Opfer. Die Beamten hätten die beiden 32 und 33 Jahre alten Frauen am Nachmittag mit tödlichen Stichverletzungen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus vorgefunden, teilte Polizeisprecherin Antje Freudenberg am Abend mit. "Anwohner hatten Hilfeschreie gehört und die Polizei gerufen", sagte sie.

"Der Täter war bei Eintreffen der Polizei nicht mehr vor Ort", hieß es weiter. "Bei den getöteten Frauen handelt es sich um die 32 Jahre alte Ehefrau des Tatverdächtigen und eine 33-Jährige, die sich zum Zeitpunkt der Tat ebenfalls in der Wohnung aufgehalten hatte", sagte Freudenberg. "Aktuell sichern Spezialisten der Kriminaltechnik die Spuren am Tatort." Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wollte die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine weitere Einzelheiten preisgeben.

Nach Informationen der Lüneburger "Landeszeitung" handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 31-Jährigen, der mit einem blauen VW-Golf unterwegs sein soll. Laut Online-Bericht der Zeitung vom Sonntag hat die Polizei nach dem Notruf gegen 15 Uhr eine Tote und eine schwer verletzte Frau vorgefunden, sie starb wenig später. Der Tat sei ein Streit vorausgegangen, hieß es dort weiter.

Das Tötungsdelikt ereignete sich im sozialen Brennpunkt Kaltenmoor, der in den vergangenen Jahren mehrfach als Tatort für Schlagzeilen gesorgt hat. So hatten Spaziergänger im Mai ganz in der Nähe des blutigen Geschehens vom Sonntag die verkohlte Leiche eines 34-jährigen Lüneburgers gefunden, der Mann war erstochen worden. Er soll sich geweigert haben, Anzeigen gegen Zechkumpane wegen früherer Misshandlungen zurückzuziehen. Zwei Tatverdächtige wurden verhaftet, im vergangenen November hat vor dem Landgericht Lüneburg der Prozess gegen die beiden Männer begonnen. Einer von beiden wurde danach wieder auf freien Fuß gesetzt, ein Urteil steht noch aus.

dpa

 

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