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Der Norden Deutlich mehr Waldbrände als im Vorjahr
Nachrichten Der Norden Deutlich mehr Waldbrände als im Vorjahr
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12:40 03.07.2018
Ein Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr Hannover unterstützt die Löscharbeiten in der Wedemark. Quelle: dpa
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Lüneburg

Die Waldbrandzentrale in Lüneburg hat in diesem Jahr deutlich mehr zu tun als im Vorjahr. Sie alarmierte bereits wegen 245 Waldbränden die Feuerwehr. „Im gesamten Jahr 2017 passierte das nur 163 Mal“, sagte Mathias Aßmann, Pressesprecher der niedersächsischen Landesforsten. In der Waldbrandzentrale überwachen Mitarbeiter Bilder und Daten von knapp zwanzig Waldbrandüberwachungskameras. Mitte März hatte die Zentrale die Arbeit in diesem Jahr aufgenommen, um Brände früh zu entdecken. Nun ist die Feuerwehr vielerorts immens gefordert, durch die Vielzahl der Brände. Allein am vergangenen Wochenende mussten sie zu diversen Einsätzen in Niedersachsen ausrücken.

Zweithöchste Warnstufe für Teile Niedersachsens

In diesem bislang sehr trockenen Jahr ist die Zentrale bisher 64 Tage besetzt gewesen. Zum Vergleich: 2014 waren es in der gesamten Saison nur 40 Tage. Seit Anfang Mai habe es kaum Niederschläge im Land gegeben, sagte Aßmann. „Und der Hochsommer kommt erst noch“, betonte er. In Niedersachsen fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Juni nur 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Das ist weniger als die Hälfte des langjährigen Mittelwertes, der bei 76 Litern pro Quadratmeter liegt. Dadurch geriet beispielsweise ein Ackerfeld in der Wedemark in der Region Hannover in Brand. Das Feuer griff auf einen Wald über, wodurch mindestens zehn Hektar Land abbrannten. Sogar bei einer Bundeswehrübung war durch die Trockenheit ein Waldbrand in Sachsen-Anhalt entstanden – die Rauchwolken waren bis nach Niedersachsen sichtbar.

Eine mehrere Hektar große Fläche zwischen Wiechendorf und Brelingen ist am Montag in Brand geraten.

Für Dienstag warnt der DWD vor einer hohen Waldbrandgefahr im Süden sowie im Nordosten Niedersachsens. Diese Warnstufe 4 ist die zweithöchste. In anderen Landesteilen besteht mit Warnstufe 3 eine mittlere Waldbrandgefahr.

Grillen nur in Aunsahmefällen

Damit erst gar keine Waldbrände entfacht werden, sind im Moment offene Feuer im Wald oder in Waldnähe verboten. Auch Rauchen ist dort bis Ende Oktober nicht erlaubt. Grillen ist nur an bestimmten Plätzen erlaubt. Auch heiße Katalysatoren und aus dem Auto geworfene Zigaretten könnten Brände entfachen, warnen die Landesforsten.

Von RND/dpa

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