Neben klassischen Werken in Öl hängen Litho- und Fotografien; experimentelle Grafiken finden sich genauso wie Skulpturen.
Ein wenig beliebig wirkt die Zusammenstellung, zumal es keinen thematischen Überbau gibt. Einzige Voraussetzung für die Künstler war, dass es sich um mindestens zwei Arbeiten handeln sollte, die ein Spannungsfeld erzeugen. Trotz der stilistisch und thematisch breiten Klammer, die bei „zweiX2“ von Stillleben über Collage bis zu Pop-Art reicht, schaffen es einige Arbeiten, den Betrachter stark in ihren Bann zu ziehen. So etwa die aus vier großformatigen und hell abgezogenen Fotografien bestehende Arbeit „transition 1-4“ von Susanne Hoffmann-Götze: Auf den großen Abzügen ist eine alte Frau zu sehen, bei der man sich nicht sicher sein kann, ob sie Schmerzen leidet oder gerade ekstatisch verzückt ist.
Auch die beiden Bilder mit dem Titel „Palmnight“ von Agnieska Broll, die mit schwarzem Acryl Palmenumrisse auf Leinwand fixierte, lassen den Besucher nicht so schnell wieder los. Im Kontrast dazu finden sich beispielsweise vier Collagen von Bernd Pallas, der Farbflächen mit fotografischen Ausschnitten kombinierte und seinen Arbeiten Titel wie „King Kong ist sauer“ verpasste. Und die Selbstporträts von Frank Popp, der sich ein Jahr lang jeden Tag auf Toilettenpapier zeichnete und diese Skizzen mit Notizen wie etwa „13.08.99, 8.44 Uhr, nie wieder Schweinehaxen“ versah, sind eine witzige und sehenswerte Variation des Themas Tagebuch.
Die Ausstellung „zweiX2“ läuft bis zum 27. Juni in der Kunstscheune Steinhude, Meerstraße 9, Steinhude und in Bad Rehburg, Friedrich-Stolberg-Allee 4.
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