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Roemer- und Pelizaeus-Museum

Hildesheimer geben Statue nach Kairo - aber nur leihweise


Das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum will die berühmte Hemiunu-Statue nur leihweise nach Ägypten schicken. Die Statue des vermutlichen Baumeisters der Cheops-Pyramiden ist das wichtigste Objekt des Hildesheimer Museums und begründet das weltweite Renommee der Sammlung.
Die Statue des vermutlichen Baumeisters der Cheops-Pyramiden begründet das weltweite Renommee der Sammlung.

Die Statue des vermutlichen Baumeisters der Cheops-Pyramiden begründet das weltweite Renommee der Sammlung.

© dpa

Man habe bislang keine offizielle Rückgabe-Anfrage aus Kairo bekommen, sagte Museumssprecherin Kristina Zappen: „Wir gehen eigentlich auch nicht davon aus, so eine Anfrage zu bekommen.“ Der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass, hatte erklärt, er wolle, dass die Statue ebenso wie andere Kunstschätze nach Kairo zurückkommt. Die lebensgroße Sitzstatue zeigt den Prinzen Hemiunu, der in der 4. altägyptischen Dynastie - also etwa 2500 Jahre vor Christus - lebte und als vermutlicher Baumeister der berühmten Cheops-Pyramiden gilt. Die Statue ist das wichtigste Objekt des Hildesheimer Museums und begründet das weltweite Renommee der Sammlung.

Zappen sagte, eine Ausleihe für das Jahr 2013 sei bereits vereinbart. Dann ist die Neueröffnung eines großen Museums im ägyptischen Giza geplant. Anschließend solle der Hemiunu aber wieder nach Hildesheim zurückkehren, bekräftigte die Museumssprecherin. Eine Rückgabe kommt für die Hildesheimer Museumsleitung nicht in Frage. Die Exponate des Roemer- und Pelizaeus-Museums seien von zweifelsfreier Herkunft, versicherte Zappen: „Alle Stücke unserer Sammlung sind legal nach Deutschland gekommen.“

Hawass hatte bereits vor einigen Wochen in einem Interview mit der arabischen Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ erklärt, er wolle, dass die Statue nach Kairo kommt. Auch andere Altertümer wie die Nofrete-Büste aus dem Ägyptischen Museum in Berlin, möchte er zurückholen.

Falls es tatsächlich eine offizielle Anfrage aus der ägyptischen Hauptstadt geben sollte, wollen sich die Hildesheimer auch den Verleih der Hemiunu-Statue noch einmal überlegen, wie Zappen erklärte: „Dann muss das ganze neu überdacht werden.“

lni

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  • Rückgabe Mimi – 13.04.10
    Hm, glaube kaum, dass diese Figur in Hildesheim hergestellt wurde, sie gehört auch nicht zum deutschen Kulturgut. Warum kommt niemand auf die Idee solche Gegenstände zurückzugeben?

    Mag sein, dass das Museum in Hildesheim sie legal erworben hat, aber ich glaube kaum, dass die Ägypter sie damals freiwillig abgegeben haben.

    Mir würde in dem Museum in Hildesheim auch eine Nachbildung reichen. Das Orginal gehört meiner Meinung nach in das Ursprungsland. Da ist es viel "authentischer"...
  • Renommee? JS – 11.04.10
    Also Museen sollten auch in Zukunft wichtig sein. Nichts ist cooler als alte Dinge im Museum anzugucken - ein 3D-Fernseher wird da niemals nicht mitstinken können!

    Aber, schwach finde ich die Vorstellung das Renommee des Museums würde sich auf diese eine Statue gründen. Dann doch lieber das Museum meines in keiner Karte verzeichneten Geburtsortes ;)
  • gebt die sachen doch einfach zurück totoro – 11.04.10
    Was einem nicht gehört, gibt man zurück, das lernt man schon im Kindergarten.
    Das sind doch nur Steine.

    Aber, wenn die Hildesheimer schlau sind, Kopieren Sie das Ding und Schicken die Kopie herrum. Bis 2013 ist noch lange hin.

    Bald gibts so etwas zuhause in 3D am Fernseher, da braucht man sowas wie ein Museum sowieso nicht mehr.

    Ausser ein Museum für ein Museum...
  • Wie naiv LJA – 11.04.10
    Was ist, wenn die Rückgabeanfrage zufällig dann eintrifft, wenn die Statue schon in Kairo ist ? Oder wenn man sie aus Ägypten einfach nicht zurück geben will ? Herr Hawass hat bereits gezeigt, dass für ihn Nationalismus im Zweifel vor internationalem Recht geht und wirkliche Rechtsicherheit, kann man am Nil auch nicht erwarten.

    Wie naiv muss man eigentlich sein, um so ein Spiel mitzumachen ? Wenn diese Statue erst mal nach Ägypten geschickt wurde, besteht eine gute Chance, dass sie nicht mehr zurück kommt.

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