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Tate Britain zeigt Spätwerk von Kurt Schwitters
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Ausstellung danach in Hannover Tate Britain zeigt Spätwerk von Kurt Schwitters

Der deutsche Avantgarde-Künstler Kurt Schwitters steht zum ersten Mal in der Londoner Galerie Tate Britain im Mittelpunkt. Die Ausstellung „Schwitters in Britain“ ist seiner Zeit in Großbritannien in den 1940er Jahren gewidmet.

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Eine Besucherin betrachtet die Bilder Merzbild 20 A Bild mit Drehrad (l.) und Merzbild Einunddreissig von Kurt Schwitters im Sprengel Museum. Jetzt zeigt die Londoner Galerie Tate Britain erstmals die späten Werke des Künstlers.

Quelle: dpa

London. Der exzentrische Künstler Kurt Schwitters inspirierte spätere Bewegungen wie Pop-Art, Junk Art und Arte Povera. Nun zeigt die Londoner Galerie Tate Britain erstmals seine späten Werke. Die am Mittwoch eröffnete Ausstellung konzentriert sich auf Schwitters' Werk und Leben in Großbritannien nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland. Die Ausstellung ist bis zum 12. Mai in London zu sehen. Anschließend soll sie vom 2. Juni bis zum 25. August im Sprengel Museum Hannover gezeigt werden.

Das Hitler-Regime hatte Schwitters' Kunst als „entartet“ diffamiert, woraufhin er erst nach Norwegen, dann, im Jahr 1940, nach Großbritannien floh. Doch als „feindlicher Ausländer“ kam er erst für ein Jahr in ein Gefangenenlager, zusammen mit anderen bedeutenden Künstlern und Musikern. Während seiner Zeit dort fertigte er von seinen inhaftierten Freunden mehrere Porträts, die jetzt in der Tate Britain hängen.

Die Ausstellung verfolgt die Auswirkungen des Exils auf seine Arbeit und zeigt die mehr als 150 Collagen und Skulpturen, die Schwitters während der letzten acht Jahre seines Lebens schuf. Viele davon sind zum ersten Mal seit 30 Jahren in Großbritannien ausgestellt. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist die Skulptur „Untitled (Birchwood Sculpture)“, die er 1940 auf seiner Reise nach Großbritannien schnitzte.

Schwitters war eine bedeutende Figur des europäischen Dadaismus und ein bahnbrechender Künstler der Installations- und Performance-Kunst. Für seine Werke benutzte er auch Abfallmaterialien. Seine Collagen reflektieren oft das britische Leben. So benutzte er etwa Londoner Bus-Tickets als Material.

Im Jahr 1919 schuf er das neue Kunstkonzept „Merz“ - eine vor allem auf Collagen gestützte und mit einem Materialmix experimentierende eigene Spielart des Dadaismus. Er starb 1948 im nordwestenglischen Lake District, wo er kurz vor seinem Tode seinen letzten „Merzbau“, eine Installation und Skulptur, schuf.

dpa

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