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Nachrichten Kultur Nicolas-Born-Preis für Christoph Ransmayr
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11:49 17.10.2018
Träger des Nicolas-Born-Preises 2018: Christoph Ransmayr. Quelle: Magdalena Weyrer
Hannover

Niedersachsens wichtiger Literaturpreis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Christoph Ransmayr. Am 4. Dezember wird er im Literaturhaus Hannover mit dem mit 20.000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Nicolas-Born-Debütpreis geht an die 1983 in Bückeburg geborene Autorin Lisa Kreißler.

„Mit Christoph Ransmayr und Lisa Kreißler zeichnen wir zwei herausragende Schriftsteller aus, die auf ganz unterschiedliche Weise überzeugen. Mit ihrem literarischen Schaffen setzen sie beide sowohl sprachlich als auch inhaltlich neue Impulse, die ihre Leser zum Nachdenken bewegen“, sagt Kulturminister Björn Thümler. Der Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen zu Ehren des Schriftstellers Nicolas Born würdigt das Werk herausragender deutschsprachiger Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

Überwindung von Raum und Zeit

Der 1954 im österreichischen Wels geborene Schriftsteller Christoph Ransmayr ist 1988 mit dem Roman „Die letzte Welt“ schlagartig in die erste Reihe europäischer Literatur getreten. In der Jurybegründung für den Born-Preis heißt es: „Seine besondere Kunst, reale und historische Ereignisse in phantastische, symbolische, metaphysische Weltentwürfe zu verwandeln, beweisen auch zwei der jüngsten Werke: ‚Atlas eines ängstlichen Mannes‘ (2012) und ‚Cox oder der Lauf der Zeit‘ (2016). Mit beiden Büchern gelingt es Ransmayr, Raum und Zeit als abstrakteste Anschauungsformen unseres Verstandes konkret zu machen. (...) Literarisch überwindet Ransmayr mit beiden Büchern die Grenzen von Raum und Zeit, indem er die Welt aus beinahe unendlich vielen Perspektiven erfasst und sie aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreibt.“. Lisa Kreißlers jüngster Roman „Das vergessene Fest“ erschien in diesem Jahr. „Lisa Kreißlers Texte handeln von sehr heutigen jungen Menschen, die ihren Platz im Leben suchen, und wie alle große Literatur von Liebe und Tod“, hieß es in der Begründung der Jury, der Sandra Kegel (FAZ), Prof. Dr. Alexander Košenina (Leibniz Universität Hannover), Ulrike Sárkány (NDR Kultur) sowie Florian Isensee (Isensee Verlag Oldenburg) angehören.

Von Ronald Meyer-Arlt

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