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Douglas-Sirk-Preis

Filmfest Hamburg ehrt Erfolgsduo Dresen und Rommel


Der Regisseur und sein Produzent– Andreas Dresen und Peter Rommel sind ein Erfolgsduo. Filme wie „Sommer vorm Balkon“ oder „Halt auf freier Strecke“ stammen von ihnen. Ein bemerkenswertes Ausnahmeduo, fand das Filmfest Hamburg und gab ihm seinen wichtigsten Preis.
Foto: Regisseur Andreas Dresen (links) und Produzent Peter Rommel freuen sich über die Verleihung des Douglas-Sirk-Preises im Rahmen des Hamburger Filmfestes.

Regisseur Andreas Dresen (links) und Produzent Peter Rommel freuen sich über die Verleihung des Douglas-Sirk-Preises im Rahmen des Hamburger Filmfestes.

© dpa

Hamburg. Zum ersten Mal haben mit Filmregisseur Andreas Dresen und seinem langjährigen Produzenten Peter Rommel Preisträger aus Deutschland die wichtigste Ehrung des Hamburger Filmfests erhalten. Das Erfolgsduo, das seit rund 20 Jahren zusammenarbeitet und gemeinsam Filme wie „Sommer vorm Balkon", „Halbe Treppe“ und „Wolke Neun“ auf die Leinwand brachte, nahm den Douglas-Sirk-Preis entgegen. Mit der undotierten Auszeichnung ehrt das Festival an der Elbe seit 1995 jährlich Verdienste um die Filmkultur.

Es sei für ihn das Schönste, die Auszeichnung zusammen mit seinem Produzenten und Freund zu bekommen, sagte Dresen bei der Verleihung am Samstagabend im CinemaxX in der Innenstadt. „Wir haben viele sehr schwierige Produktionen miteinander gemacht“, meinte der 48-Jährige. „Mit ihm kann man Film noch als etwas begreifen, was es selten ist: als ein Abenteuer.“ Meistens werde diese Branche nur noch als Industrie verstanden. „Aber es ist wirklich ein Abenteuer, kleine, waghalsige Produktionen zu machen.“

Die Laudatio auf das Ost-West-Erfolgsgespann – Dresen kam in Gera auf die Welt, Rommel in Stuttgart – hielt kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit Joachim Gauck, ehemaliger DDR-Bürgerrechtler und früherer Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde. Er würdigte insbesondere das neue Werk der beiden Filmemacher: „Halt auf freier Strecke“ – ein Drama über einen Mann, der an einem Hirntumor erkrankt und vom Familienoberhaupt zum Pflegefall wird.

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Der auch bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigte Streifen kommt am 17. November in die Kinos. Als „mutig“ lobte Gauck das Werk, das das Filmfest gleich im Anschluss an die Preisverleihung vorstellte. „Dass er hier so prominent platziert wird, ist für unsere deutsche cineastische Kultur ein Hoffnungszeichen“, betonte Gauck. „Dass wir in diesem Klima von Trivialisierung und Banalisierung der öffentlichen Diskurse, auch der Infantilisierung und der ständigen Suche nach einem neuen Comedian, so ernsthaften Themen in einem Kinofilm begegnen dürfen, ist großartig.“

Auch Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler lobte die „emotionale Wucht“ der Dresen/Rommel-Arbeiten, die sich in der jüngsten Produktion auf „zutiefst berührende Art und Weise“ zeige. Ihnen gelinge es, die Zuschauer zu Mitempfindenden und manchmal auch zu Mitleidenden zu machen. „Er wird nicht die Welt verändern, aber vielleicht ein kleines bisschen die Menschen, die ihn sehen“, sagte Kisseler über den Film, in dem Milan Peschel und Steffi Kühnert die Hauptrollen spielen.

Die Auszeichnung erinnert an den Hamburger Regisseur Hans Detlef Sierck (1897-1987), der sich in Hollywood in Douglas Sirk umbenannte. Die Ehrung ging bereits an Prominente wie Clint Eastwood, Jodie Foster und Gérard Depardieu.

tfi/dpa

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