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Förderpolitik

Filmstiftung NRW sieht deutschen Film fest auf Erfolgskurs


Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen sieht den deutschen Film fest auf Erfolgskurs. Mit einem Marktanteil von rund einem Viertel im Jahr 2009 ist der Erfolg deutscher Filme sichtbar.
„Zweiohrküken“ läuft seit dem 3. Dezember in den deutschen Kinos.

„Zweiohrküken“ läuft seit dem 3. Dezember in den deutschen Kinos.

© Warner

Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen sieht den deutschen Film im Angebot der Kinos und bei der Beliebtheit der Zuschauer fest etabliert. Angesichts eines Marktanteils von rund einem Viertel im Jahr 2009 lasse sich der Erfolg des deutschen Films nicht mehr als „Eintagsfliege“ herunterreden, sagte der Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, Michael Schmid-Ospach.

Grund für diesen Erfolg sei nicht zuletzt auch die kontinuierliche Förderpolitik von Bund und Ländern. „Es ist deshalb erfreulich, dass die Förderung in der Wirtschaftskrise trotz knapper öffentlicher Kassen stabil geblieben und zum Teil sogar leicht erhöht worden ist“, zeigte sich Schmid-Ospach zufrieden. Die öffentlichen Haushalte seien sich ihrer Verantwortung für die Filmkultur offenbar bewusst.

Auch im nächsten Jahr müsse deshalb alles dafür getan werden, um den Erfolg des deutschen Films fortzusetzen. „Wichtig sind ein gutes Filmangebot und das Engagement der Kinos“, sagte Schmid-Ospach. Das insgesamt gute Abschneiden der Kinos im Krisenjahr 2009 habe gezeigt, dass ein stimmiges Filmangebot zusammen mit der Treue der Kinobesucher die entscheidenden Faktoren sind.

Nach Branchenzahlen kamen in den ersten neun Monaten 2009 mit rund 100,7 Millionen Besuchern 13,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2008. Auch für das vierte Quartal werden durch Erfolgsfilme wie „Die Päpstin“, “2012“ oder „Zweiohrküken“ weiter steigende Besucherzahlen erwartet.

In der Digitalisierung der Kinotechnik und dem wachsenden Angebot an aufwändigen 3D-Filmen sieht Schmid-Ospach einen Umbruch der Filmlandschaft. Mit einer Bedrohung der Angebotsvielfalt und Qualität durch immer mehr teure 3D-Superproduktionen wie etwa „Avatar“ rechnet er aber nicht. Zum einen gebe es ein funktionierendes Miteinander von Programmkinos und Multiplex-Theatern. Zum anderen könnten auch millionenschwere Produktionen letztendlich nur durch eine gut erzählte Geschichte beim Zuschauer punkten: „Eine langweilige Story lässt sich auch mit tollen Effekten nicht aufwerten.“

Den Drehort Nordrhein-Westfalen sieht Schmid-Ospach nach zehnjähriger Filmstiftungs-Arbeit etabliert: „Wir sind in der Filmindustrie sehr gut registriert.“ Kleine und große Filme sowie Filme aus den verschiedensten Genres würden in NRW produziert. „Wir sind zwar kein Hollywood am Rhein. Aber das brauchen wir auch nicht zu sein“, fügte Schmid-Ospach hinzu.

ddp

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