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German Films entscheidet über Oscar-Beitrag

15 deutsche Filme zur Auswahl German Films entscheidet über Oscar-Beitrag

Wer geht für Deutschland ins Oscar-Rennen? Darüber entscheidet die Auslandsvertretung des deutschen Films am Mittwoch in München. Sie hat wie immer die Wahl zwischen verschiedenen Dramen zur jüngeren deutschen Geschichte - aber nicht nur.

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Am Mittwoch wird entschieden, welcher Film aus Deutschland in das ins Oscar-Rennen geht.

Quelle: dpa (Archiv)

München . „Lauf Junge lauf“, „Wolfskinder“ oder etwa „Im weißen Rössl“? 15 Filme stehen an diesem Mittwoch in der Auswahl für den deutschen Oscar-Beitrag. Die Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, entscheidet dann darüber, welcher Film im kommenden Jahr in den USA ins Oscar-Rennen gehen soll. Ob es der deutsche Beitrag in die Liste der fünf Oscar-Nominierten für den besten nicht-englischsprachigen Film schafft, entscheidet sich erst am 15. Januar, die 87. Verleihung der Oscars findet am 22. Februar im Dolby Theatre in Hollywood.

Historische Stoffe sind es zu einem großen Teil wieder, die die Produzenten eingereicht haben, um den deutschen Film in der großen weiten Filmwelt zu repräsentieren. Regisseur Edgar Reitz erzählt in „Die andere Heimat“ vom Auswander-Boom nach Brasilien in Zeiten des deutschen Vormärz. Dafür hat er bereits die goldene Lola, den deutschen Filmpreis, bekommen.

Dominik Grafs „Die geliebten Schwestern“ erzählt die Dreiecks-Geschichte von Friedrich Schiller und den Schwestern Caroline von Beulwitz und Charlotte von Lengefeld, und Frauke Finsterwalders „Finsterworld“ befasst sich auf sehr ungewöhnliche, surreale Weise mit dem Trauma des Nationalsozialismus.

Der Holocaust ist wieder oft Thema bei den Bewerbern in diesem Jahr. Das Drama „Lauf Junge lauf“ beschreibt die Flucht eines Kindes aus dem Warschauer Ghetto, „Wolfskinder“ ist ein Drama über Kinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Baltikum ums Überleben kämpfen müssen, und in „Der letzte Mentsch“ spielt Mario Adorf einen Überlebenden der Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz.

Deutsche Geschichte mit guten Chancen

Historische Stoffe haben es erfahrungsgemäß leichter. Das gilt seit dem Oscar-Erfolg des DDR-Dramas „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck im Jahr 2007 vor allem für Filme über die deutsch-deutsche Geschichte. Von den Filmen, die in den vergangenen Jahren von der Auslandsvertretung eingereicht wurden, hielt knapp die Hälfte dem Urteil der Jury stand und bekam dafür eine offizielle Oscar-Nominierung. All diese Beiträge setzten sich mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinander. Die deutsche Jury hat sich darauf eingestellt und reicht nahezu ausschließlich diese Stoffe ein.

Der Beitrag für die Verleihung 2014, das DDR-Drama „Zwei Leben“ von Regisseur Georg Maas, war in Hollywood aber leer ausgegangen und bekam nicht einmal eine Oscar-Nominierung. Doch auch in diesem Jahr kommt die deutsche Bewerberliste nicht ohne einen deutsch-deutschen Beitrag aus: In „Westen“ macht eine Familie aus dem Osten rüber.

Doch es gibt auch andere Bewerber in diesem Jahr: „Hannas Reise“ ist eine romantische Komödie über die Reise einer jungen Frau nach Israel, „Wir sind die neuen“ ist ein Generationenfilm, in dem die Alten (darunter Gisela Schneeberger und Heiner Lauterbach) es nach Ansicht der Jungen viel zu bunt treiben. In „Who am I“, der erst im September ins Kino kommt, spielen die Kinohelden Tom Schilling und Elyas M'Barek zwei Hacker, die in Berlin die öffentliche Ordnung über den Haufen werfen. „Zeit der Kannibalen“ ist ein Film mit Devid Striesow über Unternehmensberater, die überall auf der Welt Arbeiter entlassen.

Ernstere Töne schlägt der Film „Kreuzweg“ an. Er erzählt die Geschichte einer 14-Jährigen, die nach den Vorgaben der ultrakatholischen Piusbruderschaft lebt. „Zwischen Welten“ von Feo Aladag ist ein Drama um die Freundschaft eines deutschen Soldaten und seines einheimischen Übersetzers im kriegsgeschüttelten Afghanistan. Ins Rennen geht auch der Psychotrip „Stereo“ mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu. Völlig aus dem Rahmen fällt die Persiflage „Im weißen Rössl“, eine unterhaltsame Neuauflage des Peter-Alexander-Klassikers.

dpa

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