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Filmfestival

Hollywood-Stars wollen sich auf der Berlinale zeigen

Von Stefan Stosch

Jude Law und Jane Fonda, Matt Damon und Holly Hunter haben sich angekündigt: Doch trotz dieser Prominenz aus Hollywood hat die 63. Berlinale (7.-17. Februar) kaum Filme aus den USA im Programm.
Foto: Übernimmt den Vorsitz der Jury bei der Berlinale 2013: Filmemacher Wong Kar-wai.

Übernimmt den Vorsitz der Jury bei der Berlinale 2013: Filmemacher Wong Kar-wai.

© dpa

Berlin. Die Information, bei der Berlinale-Gänger glänzende Augen bekommen, behielt sich der Festivalchef bis zum Schluss auf. Eine Stunde hatten Dieter Kosslick und sein Team eine Schneise durch das Angebot von mehr als 400 Berlinale-Filmen geschlagen. Sie hatten die digitalisierte Wiederaufführung des Holocaust-Films „Shoah“ (1985) angekündigt und den Ehrenbären für dessen Regisseur Claude Lanzmann - dann endlich verlautbarte Kosslick die Liste der Stars, die vom 7. bis 17. Februar bei der 63. Berlinale erwartet werden: Über den roten Teppich laufen demnach Jude Law, Nicolas Cage, Shia LaBeouf, Anne Hathaway, Matt Damon, Jeremy Irons, Ethan Hawke, Julie Delpy, Holly Hunter ...

Dabei ist Jane Fonda als Botschafterin eines Kosmetikkonzerns noch gar nicht genannt, ebenso wenig Isabella Rossellini, die mit einer Berlinale-Kamera geehrt wird. Die großen Namen täuschen allerdings darüber hinweg, dass echtes Hollywoodkino unter den 19 Filmen im Bären-Rennen nur spärlich vertreten ist; fünf weitere starten außer Konkurrenz, etwa Bille Augusts „Nachtzug nach Lissabon“ und Richard Linklaters „Before Midnight“. Die Europäer dominieren; Filme aus Frankreich, Griechenland, Polen, Portugal, Rumänien, den Niederlanden oder Bosnien gehen an den Start. Und wo bleiben die Deutschen?

Nur eine lupenreine einheimische Produktion ist fürs Bären-Rennen gemeldet, Thomas Arslans Auswanderergeschichte „Gold“ mit Nina Hoss. Zumindest sind einige deutsche Schauspieler in internationalen Koproduktionen vertreten. August Diehl spielt in dem Thriller „Layla Fourie“ (Regie: Pia Marais). In der Actionkomödie „The Necessary Death of Charlie Countryman“ von Fredrik Bond begibt sich Til Schweiger an die Seite von Shia LaBeouf. Martina Gedeck tritt in dem französischen Drama „Die Nonne“ mit Isabelle Huppert auf. Auch die Jury um ihren Präsidenten Wong Kar-wai bekommt deutsche Verstärkung: Regisseur Andreas Dresen entscheidet mit über die Bären - zusammen mit seiner dänischen Kollegin Susanne Bier, der US-Regisseurin Ellen Kuras, der iranischen Künstlerin Shirin Neshat, dem US-Schauspieler Tim Robbins und der griechischen Filmemacherin Athina Rachel Tsangari. Allerdings: Die Berlinale ist keine Fußball-Weltmeisterschaft. Sobald das Licht im Kino erlischt, fragt niemand mehr nach Nationalitäten.

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