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Michael Moore will die USA retten

Neuer Film Michael Moore will die USA retten

Die Ein-Mann-Armee ist wieder im Anmarsch: Michael Moore will mit einem neuen Film die USA retten – mit den besten Ideen aus Italien, Finnland und Deutschland. Die Botschaft des Filmemachers: Amerika kann noch viel lernen von Europa.

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Europa bringt die Lösung. Michael Moore startet sein neues Filmprojekt.

Quelle: EPA/PAUL BUCK

Washington. Donald Trump sollte vor Angst erblassen. Ein gewichtiger Gegenspieler will dem republikanischen Phrasendrescher und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur Paroli bieten und das politische Ruder in den USA herumreißen. Allerdings steht der selbst ernannte Retter der Vereinigten Staaten von Amerika ebenso im Verdacht, es mit den Fakten nicht immer ganz so genau zu nehmen – auch er spielt gern die populistische Karte.

Michael Moore marschiert ein

Filmemacher Michael Moore will Anfang 2016 zu einer Reise durch 50 US-Staaten aufbrechen, um seinen Landsleuten in kostenlosen Kinovorstellungen klarzumachen, was gut für sie ist. Und bei dieser Gelegenheit preist er seine aktuelle Satire "Where to Invade Next" ("Wo als nächstes einmarschieren") an.

Moore marschiert nach Europa ein – allerdings nicht in kriegerischer Absicht, sondern um den alten Kontinent seiner besten Ideen zu berauben und diese dann zu Hause unters Volk zu bringen. Zu sehen ist der Regisseur als eine Art Ein-Mann-Armee am Triumphbogen in Paris und in fremden Wohnzimmern mit Star-Spangled Banner. Er kommt wie immer ganz unmilitärisch daher in Jeans und mit Mütze auf schlecht frisiertem Haupthaar.

Europa als Vorbild für die USA

Moore befragt die Finnen nach ihrer schulischen Ausbildung, die Italiener nach ihren Sozialleistungen wie bezahlte Elternzeit und sechs Wochen Urlaub, die Deutschen nach ihrem Umgang mit ihrer schwierigen Vergangenheit. Und immer wieder kommt er zu dem Ergebnis: Amerika kann noch viel lernen vom guten, alten, krisengeschüttelten Europa.

Mit diesen Erkenntnissen im Gepäck will er nun die wirklich wichtigen US-Wahlkampfthemen auf die Agenda bringen: die überfüllten Gefängnisse, den alltäglichen Rassismus, die Fettleibigkeit. Nach ähnlichem Muster hat er schon in der Vergangenheit Fehlentwicklungen angeprangert: In "Bowling for Columbine" (2002) etwa rechnete er mit dem Waffenfetischismus seiner Landsleute ab. Zuletzt knöpfte er sich die Schuldigen der Finanzkrise vor.

Ende Februar in Deutschland

Bei bisherigen Vorführungen hat Moore nach eigenen Worten nur ermutigende Reaktionen erfahren: "Die Menschen verlassen das Kino mit der Hoffnung, dass wir die Dinge verändern können." Den Europäern will er seinen Film auch zeigen: "Where to Invade Next" läuft bei der Berlinale und startet Ende Februar in den deutschen Kinos.

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