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Prügel für „Fifty Shades of Grey“

Negativpreis Goldene Himbeere Prügel für „Fifty Shades of Grey“

Diese Auszeichnung tut richtig weh. Die Erotikverfilmung von „Fifty Shades of Grey“ hat bei der Verleihung des Negativpreises Goldene Himbeere richtig abgeräumt.

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Auf diesen Preis hätten sie gerne verzichtet: Jamie Dornan und Dakota Johnson haben bei der Verleihung der Goldenen Himbeere unfreiwillig abgesahnt.

Quelle: Jörg Carstensen

Los Angeles. Fünf Trophäen - eine davon in der Kategorie „schlechtester Film“ - mussten die Hauptdarsteller Jamie Dornan und Dakota Johnson wegstecken und avancierten somit - sicher unfreiwillig - zu den Abräumern des Abends. Der Anti-Oscar, der jährlich vor der glamourösen Hauptattraktion im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen wird, ist in etwa so beliebt wie eingewachsene Fußnägel. Kein Wunder also, dass die beiden großen „Gewinner“ der Veranstaltung fernblieben.

Verdenken kann man das Jamie Dornan und Dakota Johnson bei der Vielzahl an Auszeichnungen nicht: schlechtester Film, schlechtestes Drehbuch, schlechtester Schauspieler, schlechteste Schauspielerin und schlechteste Darsteller-Kombination. Während also die Bücher von E. L. James weltweit ein Millionenpublikum fesselten, konnte die mit viel Bohei angekündigte cineastische Umsetzung zwar massenhaft Leute in die Kinos locken, aber längst nicht die Erwartungen erfüllen. Das Sadomaso-Abenteuer aus dem Folterkeller eines Millionärs war zumindest nicht der einzige Streifen, der rigoros abgestraft wurde. Mit der Neuauflage des Actionabenteuers „Fantastic Four“ stürzten die vermeintlichen Superhelden böse ab: schlechtester Film (gemeinsam mit „Fifty Shades of Grey“), schlechtester Regisseur, schlechtestes Remake.

Große Namen schützen nicht vor Himbeeren. Eddie Redmayne bekam 2015 noch den Oscar für seine Rolle als Astrophysiker Stephen Hawking. Dieses Jahr folgte der Anti-Oscar als schlechtester Nebendarsteller in Jupiter Ascending. So schnell kann’s also gehen. Das wird sich auch die ständig frisch gestraffte Boxikone Sylvester Stallone denken. Der 69-Jährige musste von den Filmkritikern schon reichlich Prügel einstecken, wurde viermal mit der Himbeere geehrt. Dem Hollywoodstar gelang es in den Augen der Jury aber, seine Schmach von damals wieder gutzumachen. Er wurde mit dem „Erlöserpreis“ für seine Nebenrolle in „Rocky’s Legacy“ bedacht und ist so mit einem blauen Auge davon gekommen.

Von Jan Sternberg

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