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Kultur Rundfunkorchester aus Paris im Kuppelsaal
Nachrichten Kultur Rundfunkorchester aus Paris im Kuppelsaal
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14:29 21.12.2018
Sitzenbleiber: Mikko Franck dirigiert das Orchester von Radio France. Quelle: Foto: Samantha Franson
Hannover

Weihnachtszeit ist Erkältungszeit, das wurde beim Pro-Musica-Konzert im Kuppelsaal einmal nicht durch übermäßiges Husten deutlich, sondern durch die Abwesenheit des Gaststars: Cellistin Sol Gabetta musste ihren Auftritt mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France absagen. Für sie sprang die Belgierin Camille Thomas an – allerdings nicht mit dem angekündigten selten gespielten Konzert von Mieczyslaw Weinberg, sondern mit einem Repertoireklassiker: dem ersten Cellokonzert von Camille Saint-Saëns.

Auch ohne lange Probe mit dem Orchester gelang Thomas eine recht souveräne Aufführung, der sie den „Song of the Birds“ von Pablo Casals als selbstbewusste Zugabe folgen ließ. Die junge Cellistin ließ sich zuvor auch nicht vom ungewöhnlichen Verhalten des Dirigenten Mikko Franck verunsichern, der auch im Konzert gern im Sitzen dirigiert und den dafür vorgesehenen Stuhl schon einmal mitten im Stück umstellt.

Davon abgesehen fiel Franck auch als fantasievoller Klanggestalter auf. Der 39-jährige Finne ist seit drei Jahren Chef im Pariser Funkhaus und hat spürbare Vertrautheit mit dem Orchester hergestellt. In süffisanten Stücken wie dem „Zauberlehrling“ von Paul Dukas, Maurice Ravels „La Valse“, und Richard Strauss’ „Tod und Verklärung“ brachte der Dirigent ohne große Gesten die unverwechselbaren Klangfarben des französischen Orchesters faszinierend zur Geltung. Ähnlich exotisch für deutsche Ohren war auch die Zugabe, mit dem sich das Orchester für den im Laufe des Abends immer stärkeren Applaus bedankte: ein „Prelude“ des Finnen Heino Kaski.

Von Stefan Arndt

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