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Amparo Sánchez im Pavillion

Masala Weltbeat-Festival Amparo Sánchez im Pavillion

Eine Masala-Eröffnung einmal anders als gewohnt: Während das Weltmusikfestival bislang meist mit afrikanischen Trommeln, Tänzen und viel Show eröffnet wurde, stand beim diesjährigen Eröffnungskonzert eine Rockband mit ungewöhnlicher Instrumentierung und einer spanischen Sängerin auf der Bühne im Pavillon.

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Umstritten: Amparo Sánchez (links) im Pavillon Hannover

Quelle: Christian Burkert

Das gefällt nicht jedem, denn Amparo Sánchez spaltet das Publikum in zwei Lager: Jene, die den Mestizo – die Mischung aus Latinoklängen und Poprock – feierten, und die anderen, die den Kompositionen der Spanierin nichts abgewinnen konnten.

Sicher ist, dass Sánchez die Komplexität der im Mestizo möglichen Melodik und Rhythmik nicht annähernd ausschöpfte, obwohl sie als wichtige Vertreterin dieser Musikrichtung gilt und sich mit ihrer Band Amparanoia einen guten Namen gemacht hat. Viele der Songs ihres neuen Soloalbums „Tucson-Habana“ aber sind gleichförmig angelegt. Stereotype Harmoniefolgen und nicht eben einfallsreiche Rhythmik enttäuschten die Zuhörer, die sich mehr vom kubanischen Einfluss auf ihre aktuellen Titel versprochen hatten.

Das 16. Masala-Weltmusikfestival in Hannover hat begonnen. Am Mittwochabend gab die Spanierin Amparo Sánchez das Eröffnungskonzert im Kulturzentrum Pavillon. 

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Der größere Teil des Publikums aber überwand den anfänglichen Mangel eines auf Steigerung ausgerichteten Konzertaufbaus und freute sich eine knappe Stunde lang an gleichförmig-semimexikanischem Herzschmerz-Pop. Die kritischeren Geister konnten auch mit gutem Willen den solistischen Bemühungen von Gitarre, Trompete und Cello wenig abgewinnen. Kurz vor Konzertschluss freuten sie sich dann aber über die angenehme Liebesballade „La Gata Bajo La Lluvia“ (Die Katze im Regen) und ein wenig mehr Latino-Einfluss – auch während der Zugaben, die die Zufriedenen im Publikum erklatschten. Dennoch – Amparo Sánchez bisherige CD-Einspielungen beweisen, dass sie es viel besser kann.

Masala geht am Freitagabend um 20 Uhr im Pavillon weiter mit Siiri Sisask aus Estland und der Norwegerin Kari Bremnes. Am Sonnabend, 8. Mai, spielen ab 21 Uhr im Pavillon die Red Hot Chilli Pipers aus Schottland, und am Sonntag trifft ebenfalls um 20 Uhr im Pavillon das Moscow Art Trio aus der Sowjetunion auf das Orchester der TU Braunschweig.

Karin Vera Schmidt

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