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MC Fitti bekommt Debütalbum
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Internetsensation MC Fitti bekommt Debütalbum

Er liebt Delfine und den Internet-Hype. Mit seinem Debütalbum könnte MC Fitti selbst durchstarten. Wann er die Berliner Szene Richtung Ballermann verlassen würde, erklärt der Rapper - stilecht - im Whatsapp-Chat.

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Mit seinem Debütalbum könnte MC Fitti selbst durchstarten.

Quelle: dpa

Berlin. MC Fitti braucht kein Pandakostüm, um sich zu maskieren. Das schafft der Rapper mit Berliner Straßenoutfit: Vollbart, Sonnenbrille und Cap. Auch seinen richtigen Namen will der Rapper nicht in der Zeitung lesen. Wie alt er ist? "Mein Alter spielt doch bei Fitti keine Rolle." Figur ist Figur. Mick Jagger verziehe sein Gesicht doch auch nur für die Medien.

Als "Spaßrapper" bezeichnen ihn viele. Seinem ersten Album, das an diesem Freitag (5.7.) erscheint, ging ein ordentlicher digitaler Rummel voraus. Kein Wunder: Der "U60"-Jährige nimmt sich in seiner Musik der Hype-Maschine Internet an, huldigt der Chat-Sprache und Smartphone-Apps. Und wenn das Debüt "#Geilon" kommt, dann natürlich mit Raute in Anspielung auf Twitter-Hashtags.

Auch wenn es um Whatsapp geht, ist MC Fitti begeisterungsfähig. Sogar so sehr, dass er dem Smartphone-Chatdienst einen eigenen Song widmet ("Whatsapper"). "Ich whatsappe im Bett - Whatsapp mit Jeanette. Ich Whatsapp auf dem Klo - Whatsapp im Büro" reiht der gelernte Handwerker und Kulissenbauer aneinander.

Dem Whatsapp-Interview mit der Nachrichtenagentur dpa steht logischerweise nichts entgegen. Bett, Klo oder Büro? Nichts von allem, schreibt Fitti: "Ich male grad 'nen Graffiti". Nicht an irgendeine Hauswand, sondern für die Modenschau einer Freundin. So nebenbei.

Ob er wirklich Spaßrapper ist oder einfach Künstler, kann MC Fitti selbst nicht beantworten. Am Ende komme alles zusammen: "Aber ich sehe es eher als Kunst, die Spaß macht." Party-Potenzial ist bei der Musik des Delfin-Liebhabers aus Berlin-Friedrichshain auf jeden Fall vorhanden - zum Beispiel beim Opener "Brummer". Wenn das Angebot gut ist, könne er sich sogar vorstellen, Ballermann-Konzerte oder Après-Ski zu machen. Lieber aber "kleine, spaßige Sachen" in Deutschland.

MC Fitti hat eine Nische zwischen dem Duo Die Atzen, Rapper Cro und den leichtlebigen Chemnitzern von Kraftklub gefunden: viel Bass, Autotune, Elektro und ein bisschen Hauptstadt-Szenegetue. Von den Songs, die schon länger durch soziale Netzwerke wabern ("Du willst sein wie MC Fitti", "Roflcopter" und "30 Grad") fehlt auf der Platte nur die Jugendsprachen-Hymne "#YOLO".

"Teilzeitstar" nennt er sich selbst, mit Unterstützung von Rapper Marsimoto oder Kraftklub-Sänger Felix Brummer könnte es bald zum Fulltime-Job reichen. Mehr als die Top 100 peilt Fitti in den Charts aber noch nicht an: "Ich mache dieses Musik-Ding ja noch nicht so lange. Dafür hab' ich für mich schon alles erreicht." Alles andere wäre "on top". Die Kirsche auf Eis und Sahne sozusagen. Den Lach-Smiley schickt er noch schnell hinterher.

dpa

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