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East 17 sind wieder zurück

Böse Buben East 17 sind wieder zurück

Sie sangen „It`s Alright“ und „House of Love“, trugen Wollzipfelmützen zu breiten Baggy-Hosen und waren in den neunziger Jahren auf fast jeder Bravo-Hit-CD zu finden – jetzt sind East 17 wieder zurück. Mehr als zehn Jahre nach ihrem Erfolg ist das Quartett in leicht veränderter Form wieder auf der Bühne – und will es nochmal wissen.

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East 17 sind wieder zurück.

Quelle: Surrey

Am Freitag waren die vier Musiker beim Radiosender ffn zu Gast und erzählten von ihrem Neuanfang, ihrem neuen Album und ihrer Leidenschaft für deutsche Currywurst. Und verwirrten die Hörer vor allem mit neuen Klängen: Rap-Pop ist nun nicht mehr ihr Ding, die neuen East 17 setzen auf Gute-Laune-Sommer-Klänge. Die weiten Skaterhosen haben sie dafür auch gegen simple Jeans eingetauscht.

In den Neunzigern galten East 17 als die bösen Buben unter den Boybands, als Gegenentwurf zu Take That. Doch wie auch diese Band sich mit Sänger Robbie Williams zerstritt und daraufhin auflöste, zerbrach auch East 17 am Streit mit Leadsänger Brian Harvey.

Sie sangen „It`s Alright“ und „House of Love“, trugen Wollzipfelmützen zu breiten Baggy-Hosen und waren in den neunziger Jahren auf fast jeder Bravo-Hit-CD zu finden – jetzt sind East 17 wieder zurück. Mehr als zehn Jahre nach ihrem Erfolg ist das Quartett in leicht veränderter Form wieder auf der Bühne – und will es nochmal wissen.

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Der hatte 1997 in einem Interview freimütig erzählt, dass der Konsum von Drogen gar nicht so schlimm sei. Daraufhin warfen ihn seine Bandkollegen aus der Gruppe, die sich wenig später dann auch auflöste. Die ehemaligen Mitglieder gingen getrennte Wege, verloren sich aber nie ganz aus den Augen. Manche versuchten sich als Solosänger, andere wollten eine neue Band gründen.

„Dass wir uns nun wieder zusammengerauft haben, war mehr ein Zufall“, beschreibt Tony Mortimer die Hintergründe für den aktuellen Comebackversuch. Ein paar gemeinsame musikalische Experimente im Tonstudio brachte die vier Jungs zunächst wieder zusammen, doch Brian Harvey stieg wegen seiner Solokarriere kurz darauf wieder aus. Dafür brachte Terence Mark Coldwell den jungen Sänger Blair Dreelan mit ins Team. Der hatte in der britischen Castingshow „X-Factor“ das Finale erreicht. Bei East 17 gibt er nun nicht nur als Leadsänger, sondern auch bei Interviews den Ton an. „Im Prinzip ist das alles ziemlich verrückt“, sagt Dreelan und rückt sich die Baseballkappe zurecht. „Als meine Kollegen ihre ersten Erfolge feierten, ging ich noch zur Schule.“

Wenn sie gerade nicht im Tourbus unterwegs sind, vertreiben sich die vier Briten die Zeit mit Shoppen und Kostproben deutscher Gerichte. „Ich finde Currywurst spitze. Auf die Idee, eine Bratwurst in mit Curry gewürztem Ketchup einzulegen, würde bei uns keiner kommen“, sagt Blair Dreelan.

Zurzeit ist East 17 in Deutschland unterwegs und wirbt in Radiosendungen für ihre neue Single „The Secret of My Life“. Die klingt weniger nach Dance der neunziger Jahre, sondern nach Radio-Pop. „Jetzt heißt es abwarten und beten, dass die Fans ihn mögen“, sagt Mortimer. „Was wir jetzt machen, ist schon ein wenig anders als früher“, sagt Terence Coldwell. Der Klang habe sich verändert. „Mittlerweile fühlt es sich auch schon komisch an, unsere Songs von früher zu singen“, fügt John Hendy hinzu. Doch die würden die East-17-Fans von einst sicher auch heute noch gerne hören.

Isabel Christian

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