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„Wir passen perfekt zusammen“

Interview mit dem King's-Singers-Bassisten „Wir passen perfekt zusammen“

Die King’s Singers sind das berühmteste Gesangsensemble der Welt. Jetzt treten sie wieder mit dem Mädchenchor Hannover auf. Aber warum machen sie das eigentlich? Im Interview verrät Bassist Jonathan Howard, was ihn an der Zusammenarbeit mit dem hannoverschen Jugendchor reizt.

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King’s-Singers-Bassist Jonathan Howard (Zweiter von links) mit seinen Kollegen und Mitgliedern des Mädchenchors beim ersten Treffen im hannoverschen Funkhaus im Dezember 2012.

Quelle: von Ditfurth

Mister Howard, Sie sind Bassist im berühmtesten Gesangsensemble der Welt. Was reizt Sie daran, ausgerechnet mit einem hannoverschen Jugendchor zusammen zu singen?
Der Mädchenchor Hannover ist ja kein normaler Jugendchor – die sind unheimlich gut. Die Leiterin Gudrun Schröfel hat einen hervorragenden Chor mit einem sehr interessanten Repertoire aufgebaut. Und auch für uns haben sie dort immer gute Ideen: Wir singen jedes Mal neue, interessante Werke zusammen. Beim letzten Mal vor zwei Jahren gab es ein wirklich cooles Stück von Francis Pott, das extra für diese Zusammenarbeit geschrieben wurde. Das wollten wir unbedingt machen. Und jetzt haben wir wieder ganz frische Arrangements, auf die ich mich sehr freue.

Die King’s Singers sind ein reiner Männergesangverein. Haben Sie vielleicht auch ein bisschen Sehnsucht nach der weiblichen Seite in der Musik?
Natürlich, immer. Aber unsere Stimmen ergänzen sich eben auch sehr gut: Wir haben zwei Countertenöre, zwei Baritone, einen Tenor und einen Bass. Mit dem Mädchenchor kommen dann Sopran und Alt hinzu. Wir passen also perfekt zusammen.

Sie arbeiten nun schon zum dritten Mal mit dem Chor zusammen. Wie kam es überhaupt dazu?
Wir werden durch die Konzertagentur Schmid vertreten, die in Hannover ihre Zentrale hat. Wir wollten unbedingt mehr Kontakt zu Chören in Deutschland bekommen. Da haben sie uns den Mädchenchor empfohlen. Und es war eine wirklich gute Empfehlung: Der Chor hat nämlich nicht nur gute Ideen, sondern auch eine gute Organisation: Sie schaffen es immer, die nötigen Mittel zusammenzubekommen, um solche Projekte auch wirklich realisieren zu können. Beides zusammen ist wirklich genial. Das gelingt weltweit nur sehr wenigen vergleichbaren Ensembles.

Sie arbeiten also öfter mit Chören zusammen?
Wenn wir die Gelegenheit haben, machen wir das gern, weil wir viele gute Stücke im Repertoire haben, die für uns und einen Chor geschrieben wurden. Natürlich kann man so etwas nicht jeden Tag machen: Insgesamt geben wir um die 130 Konzerte im Jahr, und nur etwa zehn davon sind Gemeinschaftsprojekte mit anderen Sängern. Wir suchen aber immer Ensembles, mit denen wir zusammenarbeiten können, weil es uns die Chance gibt, etwas Neues zu machen. Und für mich gehören Auftritte mit so begeisterungsfähigen Sängerinnen wie denen des Mädchenchors sowieso zu den besten Konzerten: Man bekommt viel mehr zurück als sonst.

Interview: Stefan Arndt

Die King's Singers in Hannover

Die britischen Sänger haben bereits 2012 und 2014 mit dem Mädchenchor Hannover zusammengearbeitet. Nun sind sie für eine längere gemeinsame Arbeitsphase in der Stadt: So sind sie beim Neujahrskonzert des Chores am Sonntag, 17. Januar, um 11.30 Uhr in der Staatsoper mit von der Partie, wo sie unter anderem gemeinsam das Stück „PSST“ von Marcus Aydintan aus der Taufe heben werden. Am Sonnabend, 16. Januar, sind die King’s Singers um 17 Uhr bei einem Konzert in der Christuskirche zu hören, der Mädchenchor singt in dem Programm Romanzen von Schumann. Schließlich geben die Briten am Freitag, 15. Januar, um 18.30 Uhr einen Workshop im Chorsaal der Christuskirche.

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