Die Kammerphilharmomie Bremen etwa ist längst das wichtigste musikalische Aushängeschild der Stadt – und präsentiert bei der diesjährigen Ausgabe des Festivals vom 21. August bis zum 11. September zum ersten Mal den Schumann-Zyklus des Orchesters, der nach dem Erfolg der Beethoven-Sinfonien mit dem Kammerphilharmonie-Chef Paavo Järvi nicht nur in Deutschland mit Spannung erwartet wird.
In diesem Jahr besinnt sich Albert zusätzlich auf ältere Verbindungen: Arp Schnitger hat bereits ein halbes Jahrhundert vorher in der Region gewirkt – und Norddeutschland eine einzigartige Orgellandschaft hinterlassen. Die Instrumente des Orgelbauers stehen im Zentrum einer eigenen Reihe: Vom 22. bis zum 29. August erinnern sieben hochkarätig besetzte Konzerte an verschiedenen Orten in Niedersachsen an dieses große Erbe. Neu im Programm des Musikfestes ist die Reihe Musik Surprise, die Konzerte in betont lockerer Atmosphäre anbietet: Zu hören ist dabei unter anderem Jos van Immerseel, der seine Musiker von Anima Eterna in den vergangenen Jahren von reinen Alte-Musik-Spezialisten zu wahren Klangzauberern in allen Stilen entwickelt hat. Außerdem präsentiert Albert vielversprechende junge Ensembles wie Alarm Will Sound aus New York oder das Orchester Spira mirabilis.
Daneben setzt das Musikfest freilich aber auch auf bewährte Namen wie Vladimir Ashkenazy, Thomas Quasthoff oder Marek Janowski. Sie wechseln sich im Programm ab mit jungen, aber bereits sehr bekannten Musikern wie Daniel Harding oder Jérémie Rhorer. Beide Dirigenten waren schon vor Beginn ihrer großen Karrieren in Bremen zu hören. Ein weiterer Beleg, dass sich gerade für Entdecker ein Ausflug an die Weser immer lohnt.
Karten und vollständiges Programm im Internet (www.musikfest-bremen.de) und unter Telefon (04 21) 33 66 99.
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