Hannover. Am Sonntag hatte der deutsch-irakische Sänger seine „Der Letzte deiner Art“-Tour in Lüneburg begonnen. Nach einem freien Tag („wo wir ein bisschen getrunken haben“) sei Hannover nun „das zweite erste Mal“, sagt der 39-Jährige. Es schien ein bisschen ruhig geworden zu sein um den gebürtigen Karlsruher. Seine letzten Singles waren nur kurz in den Charts und wurden kaum im Radio gespielt. Für viele ist Laith Al-Deen das „Bilder von dir“-One-Hit-Wonder. Wie gut und bekannt er tatsächlich ist, zeigt er am Dienstagabend im vollen Capitol.
Zu ungewohnten Elektrobeats und lauten Gitarrenklängen kommt der Schmusesoulsänger auf die Bühne. Bei seinem zweiten Lied „Leb den Tag“ singen und schwingen bereits alle mit. Mit seiner souligen, ein bisschen kratzigen, starken Stimme singt er sich, begleitet von seiner starken Band, durchs aktuelle Album „Der Letzte deiner Art“ und alte Hits. Beim rockigen Auftakt spielt Al-Deen, der mit 17 Jahren als Heavy-Metal-Gitarrist begonnen hatte, selbst Gitarre. Danach wird es mit poppigen Balladen und nachdenklichen Liedern ruhiger. Zwischendurch ruft der „World Vision“-Botschafter dazu auf, Pate für ein Kind zu werden – am Fanshop gibt es neben T-Shirts und CDs auch Patenschaften.
Im zweiten Konzertteil spielt Laith Al-Deen dann, mit seinen Musikern ganz vorne an der Bühne sitzend, einige Songs unplugged. Zu Akustikgitarre, Schlagzeug und Klavier verlässt er dabei immer wieder das gewohnte Songkorsett. Er improvisiert sich durch die Lieder oder lässt Gitarrist Ole Rausch und Keyboarder Tobias Reiss mit Soli glänzen.
Die letzten Songs „Dein Lied“ und „Bilder von dir“ sind das große Finale des Konzerts. Und nach der spontanen Zugabe des Publikums bedankt sich Laith Al-Deen für diese „tolle Energie“ in Hannover: „Die nehmen wir jetzt mit auf Tour.“
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