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Das Ensemble Oktoplus im NDR

Neue Musik

Von Rainer Wagner

Im kleinen NDR-Sendesaal wurde am Sonntagvormittag der Sinn des Lebens gesucht - mit der Uraufführung von Periklis Liakakis’ Komposition „Sample 42“, die Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“-Philosophie akustisch zitiert.

Dort ist die Antwort auf die Frage aller Fragen bekanntlich „42“. Die Ausrufezeichen zu dieser Aussage lieferte das Ensemble Oktoplus mit suchenden und sägenden Tönen: die „String-Theorie“ für Streicher und drei virtuose Bläser.

Das Oktett aus Solisten der NDR Radiophilharmonie (mit wichtiger Hilfe der Kollegen vom Staatsorchester) hatte zum „Happy New Ear“ geladen und präsentierte viele neue Klänge. Die zweite Uraufführung war als pointiertes Puzzle angelegt: Olav Bergs „Octet in four parts“. Und Volker David Kirchner lieferte theatralische Variationen zum Sommernachtstraum-Puck. Nicht unbedingt Neue Musik, aber neue effektvolle Klänge.

Das vom NDR-Cellisten Christian Edelmann moderierte Konzert zog sich zwar, war aber nie langweilig. Dafür sorgten schon Olav Bergs „Sonntagskrimi“ (so Edelmann) „Vertigo“, bei dem Fagottist Malte Refardt sein Können zeigte, Thorsten Enckes „Daphne“ für die glänzende Hornistin Stefanie Kopetschke und den Cellisten Jan Hendrik Rübel, der auch die Gute-Laune-Musik „Julie-O“ von Mark Summer servierte. Auch die anderen Soli waren beeindruckend.

Alle zusammen bedankten sich mit Steve Reichs „Clapping Music“ dafür, dass die allermeisten nach der Pause wiederkamen. Und die Treuen bedankten sich ebenfalls mit viel Applaus.

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