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So war das Konzert von Wincent Weiß am Aegi

Popkonzert So war das Konzert von Wincent Weiß am Aegi

Wincent Weiss ist seinen Fans beim Akustikkonzert im Theater am Aegi ganz nah. Auch auf der Bühne ist es beschaulich. Zum Hit „Feuerwerk“ singen die Besucher aus vollem Hals mit.

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Wincent Weiss beim Konzert im Theater am Aegi.

Quelle: Villegas

Hannover.  Es ist nicht allein die Bühne im Theater am Aegi, die Wincent Weiss am Monntagabend dazu inspiriert, ein bisschen zu schauspielern. Die Einlage gehört zum Konzept seines zweiten Besuches innerhalb von zwei Monaten in der Stadt: Eine etwas gestelzte Thekenszene mit seiner Band, eine ebenso gespielt spontane Session mit seiner Band und mit den ersten Tönen ist der Sänger mit dem gleichnamigen Stück schon „Mittendrin“ in seinem Akustikkonzert. 

Peter Maffay tut es, A-ha machen es, und man hat den Eindruck, dass auch Wincent Weiss unbedingt auch eine Akustiktour durchziehen will, solange ihn der Erfolg noch durch volle Hallen trägt. Dabei ist der Popmusiker von der Ostsee noch ganz am Anfang seiner Karriere. Nicht einmal eine Handvoll Hits und das einzige Album „Irgendwas gegen die Stille“ bieten noch kaum genug Stoff für ein volles Konzert. Das Set kann deshalb auch kaum Unterschiede im Vergleich zu seinem Besuch im Capitol vor wenigen Wochen bieten. Diesmal geht alles nur etwas beschaulicher zu. 

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Im Theater am Aegi ist Sänger Wincent Weiß aufgetreten.

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Aber zieht Wincent Weiss nicht nur den Stecker. Er will alles in seiner Show unterbringen – Wohnzimmer- und Akustikkonzerte und Interpretationen mithilfe klassischer Instrumente. Auf der Bühne findet sich das Publikum dabei um den Tresen (mit Barkeeper) herum in einer Kulisse mit tapezierten Wänden, Stehlampen, künstlichem Kamin und Blumen wieder, inder es aber nie ganz heimisch wird. Während des ersten Songs finde sich außerdem ein Streichquartett auf seinen Plätzen in diesem musikalischen Salon ein. 

Vor der Bühne ist derweil alles wie gehabt. Vornehmlich junge, weibliche Fans kreischen ihrem Idol entgegen. Daran habe er sich am Anfang erst gewöhnen müssen, hatte Wincent Weiss in einem Interview zugegeben. Eigentlich sei er eher schüchtern und musste sich stets etwas Mut antrinken, inzwischen könne er aber auch nüchtern Konzerte bestreiten. Mehr noch: Bei seiner Akustiktour ist er in stetem Ausstausch mit seinen Fans, begibt sich sogarmehrfach in den Zuschauerraum, wo er Lieder singt, zum Geburtstag gratuliert und Selfies macht. Gesang und Zurufe sind diesmal nicht von leistungsstarken Verstärkern überdeckt. 

Und doch macht der 25-Jährigen aus dem provinziellen Eutin in Schleswig-Holstein auch auf der Aegi-Bühne irgendwie den Eindruck als traue er dem Erfolg in der großen Welt der Musik nicht so recht über den Weg. Wie austauschbar seine Lieder mit anderen Künstlern wie Mark Forster oder Max Giesinger erscheinen, beweist er selbst mit einem Medley radiobewärter Popsongs seiner Sängerkollegen. Und möglicherweise fügt sich auch das Duett mit Lea „Wohin willst du“ auch aus diesem Grund so nahtlos in das Programm ein. 

Kurz vor Ende des Konzerts singt er in seinem Hit „Feuerwerk“ die Zeile „Als wenn es nur für heute wär’“. Es klingt, als sei alles nur vorübergehend und Wincent Weiss habe seine weitere Zukunftsplanungen noch nicht ganz abgeschlossen. Als alternativen Berufswunsch nennt er jedenfalls Erzieher oder „irgendwas mit Kindern“. Die Fans singen den Hit aus vollem Hals mit, als wollten sie ihn hier und jetzt vom Gegenteil überzeugen.

Von Uwe Kranz

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