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Aus traurig wird tanzbar

Tiemo Hauer im Capitol Aus traurig wird tanzbar

Vor etwa 300 Zuschauern zeigt Tiemo Hauer, dass er viel mehr kann, als melancholischen Akustikpop. Zu einer kreischenden E-Gitarre tanzt er über die Bühne.

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Hannover. Tiemo Hauer, das ist doch dieser Typ mit den weinerlichen Liebesliedern. Melancholie und dazu sanfte Pianoklänge oder eine Akustikgitarre, die auch zu lauen Sommerabenden am Lagerfeuer passen würde. Gehört in eine Schublade mit Philipp Poisel und Tim Bendzko. Nein. Nicht mehr. Vom traurigen Jungen am Klavier ist kaum noch etwas übrig.

"Ich habe es endlich geschafft, etwas Positives in meine Songs zu bringen", sagt Tiemo Hauer im Capitol über sein viertes Studioalbum "Vernunft, Vernunft.". Der Saal ist ziemlich leer, die Tribüne gesperrt. Etwa 300 Zuschauer sind gekommen.

Wer von ihnen Hauer zu Beginn seiner Karriere gehört hat, wird den 26-Jährigen kaum wieder erkennen. Statt Akustikpop kreischen E-Gitarren, dazu wildes Schlagzeugtrommeln. Aus traurig wird tanzbar. Die Entwicklung ist stringent. Von Album zu Album wurde Hauer mehr zu dem Typen, der zu Indie-Rock im schwarzen Anzug auf der Bühne mit geschlossenen Augen tanzt.

Doch ganz ohne Akustikgitarre und Klavierklänge geht es dann doch nicht. "Ich als Zuschauer wäre sauer, wenn meine Lieblingsband keine Songs von den alten Alben spielen würde", begründet Hauer. Je älter die Songs, desto textsicherer sind seine Fans. Und auch wenn Hauer in einem neuen Lied singt, er sei kein Freund von Nostalgie: Die melancholischen Songs, die teilweise schon recht kitschig klingen, gehören schließlich auch zu ihm. 

Von Sarah Franke

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