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Einmal wegtragen bitte!
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Podcast Einmal wegtragen bitte!

Erstaunliche Verschiebung der Raum-Zeit-Achse in Baden-Württemberg: Stuttgart diskutiert inzwischen länger über seinen Bahnhof, als die Stadt überhaupt einen Bahnhof hat. 300 Jahre Lug und Betrug. Wenn das so weitergeht, heißt das Projekt demnächst „Stuttgart 22“ (anderes Wort für einen schlecht gelaunten Schwaben? Maultasche!).

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Die ersten Stuttgarter Dauerdemonstranten haben Kontakt zu den Wendlandbauern aufgenommen, um sich in Fragen von Konservenbevorratung, Thermounterwäsche und legalem Demo-Doping durch Rübenzucker und Teebaumöl beraten zu lassen. Eine Abordnung aus Lüchow-Dannenberg berichtet im „Gasthaus zum Oettinger“, was jahrzehntelanges Dagegensein auf engstem Raum im menschlichen Organismus anrichten kann: mentale Verlotterung, Vernachlässigung der Körperhygiene, exzessives Haarwachstum, politisch-nervliche Verhärtung, zwanghaftes Singen zur Gitarre.

Das Ding: Stück Seife, ab 39 Cent
Der Podcast zum Herunterladen:

Die hinter den Ohren noch etwas grün-rote Landesregierung hat sich ein neues Mittel einfallen lassen, um schwäbische Protestler von der Straße zu holen: Die Dienstleistungen der Polizei werden künftig in Rechnung gestellt. Wegtragen kostet 40 Euro. Ohne Erklärung. Wegtragen mit Erklärung kostet 60 Euro. Wegtragen mit Sänfte und Palmwedeln kostet 130 Euro. Die Preisliste enthält weitere Pauschalangebote: Wegschießen kostet 200 Euro, Wegbaggern kostet 4,5 Milliarden Euro, Pfefferspray kostet 120 Euro pro zehn Sekunden, Pfeffer-und-Salz-Spray das Doppelte. Der Einsatz des Wasserwerfers kostet 1,50 Euro pro Liter, mit Erdbeergeschmack 1,80 Euro, Warmwasser 50 Cent extra, Warmwasser mit Seife 70 Cent extra, Handtuch kostenlos. Das Land will mit dem zusätzlichen Geld bis zum Jahr 2238 den Bahnhof Kirchberg (Murr) unter die Erde verlegen. Oben bleiben? Munter bleiben! Schönes Wochenende.

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HAZ-Redakteur/in Imre Grimm

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