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Marina Weisband hat geschrieben. Marina Weisband (24) ist Psychologiestudentin aus Münster, trinkt ihren Kaffee mit vier Stück Süßstoff, hat in den Karpaten mal ein Pferd geklaut und zieht es vor, wenn man sie auf ihr politisches Inneres reduziert statt auf ihr unpolitisches Äußeres. Sie liest gern die Webcomics „SMBC, xkcd, Ménage à 3, Snowflakes, Buttersafe und Wonderella“, und sie ist politische Geschäftsführerin der Piratenpartei.

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Marina hat geschrieben: „Heute knuddel ich alle, analysiere das Positionspapier von @csu_net gegen die #VDS und betreue das Themenbeauftragtenkonzept im #LQFB.“ Was schließen Sie daraus? Genau: Ich bin jetzt bei Twitter (und alle so: Yeah …). Bei Twitter ist buchstabenmäßig Griechenlandkrise. Und man fühlt sich als 38-Jähriger (@ImreGrimm) wie Frank Elstner bei „The Dome“. Oder eben wie Frank Elstner bei, äh, Twitter (@Frank_Elstner). Mein erster Tweet lautete: „der weihnachtsstern ist der #davidgarrett unter den topfpflanzen.“ Das war so mäßig lustig, aber „Im Anfang war das Wort“ ist schließlich auch nicht gerade ein Spitzeneinstieg.

Das Ding: Grammophon, ab 80 Euro

Warum erzähle ich Ihnen das? Weil ich es total retro finde, in einer Zeitung aus toten Bäumen zu drucken, was ich getweetet habe. Das ist, als würde man Marina Weisband einen Liebesbrief auf echtem Büttenpapier schreiben, mit kleinen Herzchenaufklebern drauf (Papier? Die Älteren erinnern sich noch). Das ist mal wieder typisch: Die Ersten finden Twitter schon wieder öde („Twitter? That‘s so 2009!“), und ich fange gerade erst an, weil ich den Quatsch bisher für chronischen Verbalauswurf hielt. Aber was soll‘s: Ich bin auch 1986 noch BMX-Rad gefahren. Und hab die Beatles erst gehört, als John Lennon schon lange tot war. Und wer weiß – vielleicht kauf‘ ich mir auch endlich so‘n Grammophon.

#schöneswochenende. @ImreGrimm

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