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Nackt durch St. Pauli
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Podcast Nackt durch St. Pauli

Herzlich willkommen im Jahr eins nach Karl-Theodor zu Guttenberg. Eine neue Zeitrechnung hat begonnen. Der Baron ist weg – können wir also wieder in Ruhe über Lothar Matthäus Witze machen. Zum Beispiel: Neues Jahr – oder wie Lothar Matthäus sagt: „Mal sehen, wie sie diesmal heißt.“ 

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Einmal wegtragen bitte!

Für mich schon jetzt die Meldung des Jahres: Armin Rohde hat der Welt mitzuteilen, dass er während der Dreharbeiten zu Sönke Wortmanns Film „St. Pauli Nacht“ drei Nächte lang vor Hunderten von Zuschauern nackt durch St. Pauli gerannt ist. Leserkommentar von „Anni“ bei welt.de: „Schlimm, wie freizügig heute alle rumlaufen – und da wundern sich alle über die kriminellen Entwicklungen in den letzten Jahren.“ 

Wirklich schlimm. Wie viele Verbrechen hätten vermieden werden können, hätte Armin Rohde bloß nicht blankgezogen! Wie viele Kindertränen wären nie geweint worden, hätte Armin Rohde seine olle Buxe anbehalten! Wie viele Kriege wären nie geführt worden, hätte Armin Rohde nicht mit seinem grausamen Exhibitionismus der Verrohung der Sitten Tür und Tor geöffnet! Andererseits: Wie viele Verbrechen hätten vermieden werden können, wenn nicht jede „Anni“ ihren ungefilterten Sums in dieses Internet reintippen könnte.

Das Ding: Hose, ab 20 Euro
Der Podcast zum Herunterladen:

Für mich sind eher die Leserkommentare bei welt.de mitverantwortlich für die kriminellen Entwicklungen in den letzten Jahren. Jedes Mal, wenn ich mich in einem unkontrollierbaren Anfall von lustvoller Selbstgeißelung durch die Trollspalten quäle, denke ich: Es ist immer bedauerlich, wenn der Gedanke den Umweg über das Gehirn scheut. Wenn ich jedes Mal einen Euro bekäme, wenn jemand „Armes Deutschland“ tippt, dann könnte ich Armin Rohde alle drei Stunden ‘ne neue Hose kaufen. Abgesehen davon ist mir Armin Rohde ohne Hose immer noch lieber als Karl-Theodor zu Guttenberg mit Hose.

Schönes Wochenende!

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