Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Lea feiert Heimspiel im ausverkauften Musikzentrum
Nachrichten Kultur Lea feiert Heimspiel im ausverkauften Musikzentrum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:12 17.10.2018
Ausverkauft: Lea bei ihrem Konzert im Musikzentrum Quelle: Christian Behrens
Hannover

Als die Saalbeleuchtung im Musikzentrum ausgeht, kommt Sängerin Lea mit einer Wunderkerze durch den Publikumseingang. Mit dem Mikrofon in der anderen Hand bahnt sich die 26-Jährige den Weg durch die 500 Zuschauer zur Bühne. Dazu singt sie passend aus dem Song „Wunderkerzenmensch“: „Komm, wir verbrennen unsere Zweifel, und tanzen im Rauch, schauen zu, wie sie lichterloh brennen.“ Schließlich erlischt auch die Wunderkerze und außer der edlen Lichtshow glimmen noch etliche Smartphones im Publikum. Das Konzert von Lea war seit Wochen ausverkauft.

Fünfeinhalb Jahre hat Sängerin Lea in Hannover gelebt, studiert und ihren Hit „Leiser“ geschrieben. Inzwischen wohnt die 26-Jährige in Berlin. Am Dienstag kehrte sie für ein ausverkauftes Konzert im Musikzentrum zurück.

Das dürfte zum einen an ihrem ersten Charterfolg mit der Single „Leiser“ liegen. Zum anderen war das Konzert der gebürtigen Kasslerin eigentlich ein Heimspiel: Fünfeinhalb Jahre hat Lea-Marie Becker in Hannover Musik und Sozialpädagogik studiert. In ihrem Lindener WG-Zimmer schrieb sie die Songs für ihr Debütalbum „Vakuum“. Mittlerweile ist ihre Welt etwas größer geworden: Leas Management und Plattenfirma haben ihren Sitz in Berlin – im April zog es sie ebenfalls in die Hauptstadt. Ihr zweites Album „Zwischen meine Zeilen“ erschien im September.

Zweifel, Liebe, Träumereien und ein bisschen Weltschmerz

Die Songs, wie „Lieber allein“, „Landebahn“ oder der Titeltrack sind melancholischer aber kühler Indie-Pop. Es geht um Zweifel, Liebe, Träumereien und ein bisschen Weltschmerz. Lea performt unaufgeregt und pendelt routiniert auf der Bühne zwischen Mikrofon und Keyboard. Mit ihr sind ein Schlagzeuger und ein Gitarrist dabei, die neben ihren analogen Instrumenten auch für elektronische Sounds sorgen.

Angefangen hat Lea in jungen Jahren und allein: Mit 15 Jahren filmte sie sich am Klavier, wie sie ihren ersten selbst komponierten Song „Wo ist die Liebe hin“ spielte. Der Clip ging bei Youtube online und wurde binnen kurzer Zeit mit zwei Millionen Clicks Leas erster Hit. Erst acht Jahre später meldete sie sich mit ihrem Debüt zurück. Seitdem hat sie sich zurück ins Rampenlicht gespielt.

„Vor wenigen Jahren habe ich vor vier Leuten in Saarbrücken gespielt“, erzählt Lea. „In einem Laden, in den 200 Menschen passen.“ Auch das habe – natürlich –Spaß gemacht. Diese Zeiten vorbei: Ihren Hit „Leiser“ singt das vor allem weibliche Publikum textsicher mit. Und filmt dabei emsig mit den Handykameras in Richtung Bühne. Der ein oder andere Clip landet sicher im Internet. Dort, wo für Lea vor elf Jahren alles begonnen hat.

Von Manuel Behrens

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Deutschland wird 2025 eine Kulturhauptstadt stellen. Hannover bewirbt sich – und präsentiert sich jetzt zum Auftakt des Verfahrens in Berlin. Bei der Präsentation hat die Stadt einen Coup gelandet.

19.10.2018
Kultur Vom Youtube-Hit zum Debütalbum - Kiddo Kat bringt Funk-Pop ins Lux

Durch einen Spontanauftritt in einer S-Bahn landete Kiddo Kat vor zwei Jahren ein viraler Hit. Mit ihrem Debütalbum „Piece of Cake“ und groovendem Funk-Pop war die 27-Jährige am Montag im Lux.

16.10.2018

Die zehnte Ausgabe des Internationalen Joseph-Joachim-Violinwettbewerb hat begonnen: mit fulminanter Virtuosität, herzhaftem Bach – und einer typisch hannoverschen Melodie.

15.10.2018