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Im Rausch der Bilder

30 Jahre TANZtheater INTERNATIONAL. Im Rausch der Bilder

30 Jahre TANZtheater INTERNATIONAL. Vom 3. bis 13. September präsentiert Festivalchefin Christiane Winter zwölf Produktionen aus acht Ländern.

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Szene während einer Probe des Tantheaterstückes " Made in Bangladesh " in der Choreography & Regie von Helena Waldmann mit dem Co- Choreografen Vikram IIyengar und 12 Kathak Tänzern aus Dhaka/ Bangladesh auf der Bühne des Großen Saals des Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen am Rhein/ Rheinland Pfalz am Dienstag, 25.11.2014

Quelle: Wonge Bergmann

Hannover. Aufbrüche, Rückblicke, Visionen: Zur 30. Ausgabe von TANZtheater INTERNATIONAL gibt es ein Wiedersehen mit Tanzkompagnien, die das renommierte hannoversche Festival geprägt haben. Festivalleiterin Christiane Winter spricht von „Perlen“. Dabei denkt sie etwa an die Gruppe Neuer Tanz und deren Chef VA Wölfl, der am 6. und 7. September in der Orangerie Herrenhausen seine Miniaturen zum Thema „Journalismus“ zeigt. „Ein Künstler, dem es gelingt, immer wieder neue Bilder zu schaffen“, schwärmt Winter. „Er malt mit seinem Farbpixel-Tanz wie mit einem Pinsel. Jede Veranstaltung ist neu und anders.“ Der Bühnenraum wird zur Palette.

Rückblick auf 30 Jahre TANZtheater INTERNATIONAL: Ein Bilderbogen aus den Jahren 1988 bis 2000 mit Aufnahmen von Festival-Fotograf Thomas Ammerpohl.

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Zum Auftakt am 3. September kommt das belgische Theaterkollektiv Peeping Tom ins Schauspielhaus - diesmal mit „Vader“, einer Choreografie mit sieben Tänzern über die skurrile Welt eines Altersheims, sie bildet den Auftakt einer Familientrilogie, die Kapitel „Mutter“ und „Kinder“ folgen. Zu den Klassikern des zeitgenössischen Tanzes gehört die Tanzregisseurin und Theaterwissenschaftlerin Helena Waldmann. In ihrem Stück „Made in Bangladesh“ (am 11. und 12. September, Orangerie) macht sie die weltweit prekären Arbeitsverhältnisse zum Thema und spiegelt die Ausbeutung der Arbeiterinnen in den Textilfabriken Südostasiens an der Selbstausbeutung von Tänzern weltweit. Eine Hommage an die mehr als 1000 Arbeiter, die 2013 in Dhaka getötet wurden, als ein Fabrikgebäude zusammenbrach, und zugleich ein politisches Fanal, das provokativ in den Kulturbereich zielt: „Neben dem textilen Weltwahnsinn gilt die Aufmerksamkeit auch den Alltagsbedingungen einer Branche, die selten im Fokus von Reportagen steht - der Berufswelt der Künstler selbst“, so Helena Waldmann, „zwei Monate Probenzeit ohne Honorar, pro Show 45 Euro, wer krank oder schwanger wird, fliegt. Immer schneller dreht sich das Karussell. Hier wie da.“ Neun Frauen und drei Männer werden im indischen Tanzstil Aspekte wie diese ins Bild setzen.

Auch wieder zu sehen: Die israelische Kompanie L-E-V mit zwei neuen Produktionen, „Sara“ und „Killer Pig“ am 5. September im Schauspielhaus, der französische Choreograf Rachid Ouramdane oder das israelische Choreografenduo Guy Weizmann und Roni Haver aus Groningen. Bereits zum vierten Mal stellen junge Choreografen ihre Arbeiten vor, die in diesem Sommer im Rahmen des Künstlerresidenzprogramms „Think Big“ entstanden sind.

Erstmals dabei: Der junge Flame Jan Martens mit dem Thema Zweisamkeit - als eine Art Dauerkuss inszeniert in „Sweat Baby Sweat“ - und der bekannte hannoversche Choreograf Felix Landerer. Mit der Uraufführung „Albert“ von Landerer&Company am 12. und 13. September im Ballhof Zwei klingt das Jubiläumsfestival aus.

Zugleich ist diese Produktion der Auftakt einer auf drei Jahre angelegten Förderung für Landerer und seine Truppe, die künftig auf dem Faust-Gelände arbeiten wird.

Dz

Karten unter (05 11) 16 84 12 22.

Eine Bildergalerie zu 30 Jahren TANZtheater INTERNATIONAL finden Sie unter www.haz.de/spielzeit.

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