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Wer viel wagt, gewinnt!

"Best Off"-Festival im Pavillon Wer viel wagt, gewinnt!

Sechs aus Siebenundvierzig: Im April geht das dritte Best-Off-Festival Freier Theater der Stiftung Niedersachsen im Pavillon über die Bühnen. Einziger Gewinner der hannoverschen freien Szene ist das Theater fensterzurstadt.

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Höhenflug: Theater fensterzurstadt mit
„Im Schatten des Mondes“.

Quelle: Klaus Fleige

Hannover. Der Pavillon ist ein wunderbarer Ort für unser Festival. Man ist nah dran, schließlich haben die freien Theatergruppen ihre Stücke meist für kleine Bühnen entwickelt.“ Daniela Koß, Referentin der Stiftung Niedersachsen, ist zuständig für den Landeswettbewerb der freien Theaterszene. Best-Off - eine Jury hat sich knapp 50 Inszenierungen zwischen Cuxhaven, Oldenburg und Göttingen angeschaut und sechs Produktionen ausgewählt. Das Beste daran: Wer nominiert ist, hat auch schon gewonnen. Das Preisgeld von jeweils 10 000 Euro haben die Ensembles bereits erhalten. Während des Gipfeltreffens kürt eine Jury dann nochmals einen Gewinner - den Besten der Best-off. Der Sieger bekommt zusätzlich 5000 Euro. Die Stücke sind vom 21. bis 23. April im Pavillon am Raschplatz zu sehen.

Das Best-Off-Festival der professionellen freien Theater, das die Stiftung Niedersachsen ausrichtet, geht in diesem Jahr in die dritte Runde, vor der Generalsanierung des Pavillons war man im Ballhof zu Gast. „Jedes Festival ist eine Momentaufnahme“, so Daniela Koß. Vom Freien Theater Hannover (FTH) ist diesmal nur eine Gruppe dabei, das Theater fensterzustadt mit der Produktion „Im Schatten des Mondes“ - eine szenische Erkundungsreise auf den Spuren des großen Menschheitstraums mit Blick auf die Mondlandung von Apollo 11 am 20. Juli 1969. Mit dieser fantasievollen Produktion hat es das Theater fensterzurstadt zum zweiten Mal zum Gipfel bei Best-Off geschafft.

Innovation und Relevanz - neue Theaterformen und aktuelle Themen - nach diesen Kriterien durchforstet die Jury die Stücke der Bewerber. Auch diesmal sind wieder besonders viele Akteure aus Hildesheim dabei. „Die Hildesheimer Szene ist sehr experimentierfreudig. Viele der Gruppen arbeiten gerade in einem Bereich zwischen Studium und dem Start in die Professionalität. Sie können es sich leisten, bei ihren Projekten etwas zu riskieren.“ Wer viel wagt, gewinnt: „Das Festival ist auch eine Art Versuchslabor“, betont Daniela Koß. „Die Stücke sind häufig nicht gefällig.“ Umso mehr freuen sich die Juroren, wenn die Produktionen später auch international Beachtung finden.

Am Start bei Best-Off sind neben dem Theater fensterzurstadt das Kollektiv Christians/Schwenk (Hildesheim) mit der Tanz-Theater-performace „J.U.D.I.T.H.“, das Kollektiv Dittrich Frydetzki/Dreit/Flegel/Froehlicher/Grief/Worpenberg (Hildesheim) mit der Theaterreise „Steppengesänge“, Thermboy FK (Hildesheim) mit der interaktiven Hausbau-Simulation „La Casa“, zum zweiten Mal dabei ist das Hildesheimer Duo Markus & Markus, diesmal mit „Ibsen: Gespenster“, einem Stück über selbstbestimmtes Sterben, sowie pulk fiktion aus Bonn und Braunschweig mit der Performance „Konferenz der wesentlichen Dinge“.

Zum Auftakt des Festivals mit umfangreichem Rahmenprogramm gibt es am 9. März, 19 Uhr, im Pavillon einen Abend zum aktuellen Thema „Geflüchtete im Theater“ mit szenischen Beispielen, unter anderem von boat people projekt aus Göttingen, und anschließender Diskussion, am 13. April, 19 Uhr, geht es um interaktives „Game-Theater“ und virtuelle Welten auf der Theaterbühne. Mit dabei ist das Theater an der Glocksee mit der Produktion „Ben X“. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Dz

Karten ab 15. Februar unter www.pavillon-hannover.de.

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