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Spielzeit Im Sound der Stadt
Nachrichten Kultur Spielzeit Im Sound der Stadt
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00:15 24.02.2017
Das Stereoskop der Einzelgänger Quelle: Pierre Gondard
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Hannover

Wir wollen das Publikum in Bewegung bringen.“ Ingo Metzmacher, im zweiten Jahr Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen und gebürtiger Hannoveraner, hat „seine“ Stadt mit all ihren Ecken, Winkeln und Quartieren im Blick, auch wenn Herrenhausen der Hauptschauplatz der Festspielwochen mit rund 50 Veranstaltungen an insgesamt vier Kunst-Knotenpunkten der Stadt bleibt.

Das Eröffnungskonzert am 5. Mai, 19 Uhr, erklingt erstmals im Kulturzentrum Pavillon. Metzmacher selbst dirigiert dort „Blood on the Floor“ von Mark-Anthony Turnage, eine „Mischung aus Energie und Elegie“, an dessen Uraufführung in den 1990er-Jahren der Festivalmacher selbst beteiligt war. Gemeinsam mit seinem Team möchte er Stadträume neu ins Spiel bringen, nicht als „billiges Cross-Over“ der Stile, sondern mit der Überzeugung, dass die Grenzen zwischen Klassik, Pop, Rap und Hip-Hop längst durchlässig sind.

„Wir sind für alle da“, so Metzmacher. „Dass wir im Pavillon zu Gast sind, ist ein Signal für die Kunstfestspiele“. Das gilt auch für das Konzert am 7. Mai, 20 Uhr, im Capitol - mit grenzüberschreitenden Tönen des Berliner Musikerkollektivs Stargaze und seinem Leiter André de Ridder im Szene-Quartier am Schwarzen Bären.

Mit einem Festival-Doppel am 6. und 7. Mai in der Galerie und der Orangerie in Herrenhausen wird das Publikum gleich in zwei Räume geführt - in eine „Stadt aus Kartons“ mit der Installation „Stereoskop der Einzelgänger“ und in die Kunsträume von Gerhard Richter, dessen großformatige Werke in „Richters Patterns“ vom Ensemble Musikfabrik Köln filmisch und akustisch in Szene gesetzt werden. In eine „klingende Stadt“ verwandelt sich am 21. Mai, 18 Uhr, das Gleisfeld im Transporterwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken. Bis zum Nachmittag sind dort LKW, Gabelstapler und Güterzüge im Einsatz, und nach Feierabend gibt es ein Konzert von Heiner Goebbels: Seine Komposition „Surrogate Cities“ wurde 1994 uraufgeführt - Musik im Sound großer Städte wie New York, Tokio oder Berlin, die sich auch an den Stadtplänen der Metropolen orientiert. Nach dieser urbanen Erkundung in industriellem Ambiente klingen die diesjährigen Kunstfestspiele Herrenhausen aus. Finale ist im Spiegelzelt, das auch in diesem Jahr wieder in Herrenhausen aufgestellt wird - als Treffpunkt mit eigener (Freitags)Küche und eigenem Club-Programm.Dz

Infos und Karten unter

(05 11) 16 84 99 94 und

www.kunstfestspiele.de

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