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Kapitän Ahabs Rache

Junge Oper Hannover: Moby Dick Kapitän Ahabs Rache

Mit Herman Melvilles Roman Moby Dick kommt ein Stück Weltliteratur als Oper auf die Ballhof-Bühne: Für ein jugendliches Publikum ab zehn Jahren.

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Vom Wal besessen: Kapitän Ahab (Frank Schneiders).

Quelle: thomas m. jauk

Hannover. Was steckt hinter der Besessenheit, die Kapitän Ahab dazu antreibt, die Ozeane wieder und wieder auf der rastlosen Suche nach dem weißen Wal zu durchkämmen? Nach erfolgreichem Walfang jubelt seine Mannschaft über die reiche Beute, die nicht nur das nahrhafte Fleisch für die Besatzung liefert, sondern vor allem auch das Öl, das den Rohstoff für künstliche Beleuchtung darstellte. Einzig Kapitän Ahab kann die Euphorie seiner Männer nicht teilen, denn er kennt nur ein Ziel: Moby Dick aufzuspüren und ihn zu töten. Nachdem der unbescholtene junge Ismael auf einem Walfänger angeheuert hat, wird er Zeuge jenes wahnwitzigen Unterfangens. Nacht für Nacht hört die Mannschaft ihren Kapitän an Deck auf und ab gehen, wach gehalten von dem regelmäßigen Pochen seines Holzbeins, das aus dem Unterkiefer des weißen Wals gefertigt ist. Ein Taifun wird zur Zerreißprobe für die Loyalität der Mannschaft. In der Bedrohlichkeit der Natur glauben die Männer, den Zorn Gottes zu erkennen, und wollen die Rückreise in die Heimat antreten. Allein Kapitän Ahab hält mit eisernem Willen an seinem Racheplan fest, der die Mannschaft schließlich ins Verderben zieht. Es ist an Ismael, dem einzigen Überlebenden, der Nachwelt von Ahabs hassgetriebenem Zerstörungswahn zu berichten.

Als erste Premiere der Jungen Oper Hannover in der neuen Saison wird im Ballhof Eins die Auftragskomposition nach Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ von der Regisseurin Friederike Karig auf die Bühne gebracht. Der junge russische Komponist Mischa Tangian hat in seiner Musik das Leben an Bord eingefangen: Der Wechselhaftigkeit des Meeres sowie der Stimmung an Bord entsprechend, finden sich in seiner Partitur eine Fülle an unterschiedlichen Stilen und Rhythmen. Während ein traditionelles Seemanns-Shanty das erwartungsvolle Auslaufen des Walfängers untermalt, erklingt nach der Tötung eines Wals - wie aus dem Jenseits - in den oberen Lagen der nachempfundene Walgesang; stürmisch und packend dagegen wird das kollektive Adrenalin bei der Jagd greifbar. Es entfalten sich Geschichten von Freundschaft und Zusammenhalt, von Neugier auf das Leben und Abenteuer, Überlebenskampf und Tod.

Musikalische Leitung: Mark Rohde Inszenierung: Friederike Karig Bühne: Christine Hielscher Kostüme: Dennis Ennen Ismael/Erzähler: Lukas Benjamin Engel Kapitän Ahab: Frank Schneiders Starbuck: Gevorg Apérants Hakobjan Queequeg: Martin Busen Pip: Karine Minasyan/Ylva Stenberg

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

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