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Macht, Widerstand, Aufbrüche

Schauspiel Hannover: Premieren der kommenden Saison Macht, Widerstand, Aufbrüche

Ein Blick auf die Premieren der kommenden Schauspiel-Saison im Schnelldurchlauf. Bereits im August beginnt das Sommertheater auf dem Theaterhof.

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Quelle: Katrin Ribbe

Hannover. Dieser Tage stellten Intendant Lars-Ole Walburg und sein Team den Spielplan für die Saison 2016/17 vor. Zum Auftakt lädt das Schauspiel ab 12. August wieder zum Sommertheater auf dem Theaterhof ein. Gespielt wird „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ nach dem Bestsellerroman von Jonas Jonasson - mit Dieter Hufschmidt in der Titelrolle. Bis 28. August gibt es fast täglich weitere Vorstellungen, der Vorverkauf hat begonnen.

Am 1. September eröffnet dann „Hotel Savoy“ nach dem Roman von Joseph Roth die neue Theatersaison im Schauspielhaus. Drei Wochen später schließt sich eine neue Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen an: „Rocco und seine Brüder“ basiert auf dem gleichnamigen Film von Visconti. Im Oktober gibt es ein Wiedersehen mit Lutz Hübner, dessen Stück „Das Richtfest“ von den Turbulenzen einer Baugemeinschaft erzählt. Am 15. Dezember folgt die Uraufführung von „Macht und Widerstand“, Ilija Trojanows Lebenswerk, für das er zwei Jahrzehnte lang recherchierte, Zeitzeugen befragte und Originaldokumente sichtete. Darüber hinaus können sich Hannovers Theaterfans auf einen neuen „Hamlet“, auf Kafkas „Amerika“ und auf „Tartuffe“ von Molière freuen. In „1917“ setzt sich Hausregisseur Tom Kühnel mit der Russischen Revolution auseinander und knüpft damit an seine intensive theatrale Erkundung der Französischen Revolution in den letzten Jahren an (zuletzt in „Der Auftrag“).

Das neue Familienstück entführt alle kleinen und großen Zuschauer ab 19. November in die Berge: „Heidi“ ist die Geschichte eines starken, optimistischen Mädchens, das sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt und sich mit Charme und Hartnäckigkeit gegen alle Widerstände durchsetzt.

Auch auf den kleineren Bühnen gibt es Spannendes zu entdecken: So kehrt Clemens Sienknecht mit „Madame Bovary - allerdings mit anderem Text und anderer Melodie“ nach Hannover zurück. Seine Bovary-Version auf der Cumberlandschen Bühne markiert den zweiten Teil seiner gemeinsam mit Barbara Bürk entwickelten Reihe „Berühmte Seitensprünge der Weltliteratur“ (Teil eins - „Effi Briest“ - entstand am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und wurde gerade zum Theatertreffen eingeladen). Ebenfalls auf der Cumberlandschen Bühne wird die zweite Uraufführung der neuen Saison aus der Taufe gehoben: „Die Aristokraten“ von Sasha Marianna Salzmann - auch sie ein Kind des Schauspiel Hannover, wo sie als Regie- und Dramaturgieassistentin ihre Theaterkarriere begann. Außerdem auf dieser Bühne: „Einzelstern“ von Lukas Bärfuss, ein Stück über einen bekannten FDP-Politiker und zugleich ein Rückblick auf die Bonner Republik, sowie „Die Gerechten“ von Albert Camus.

Im Jungen Schauspiel markiert „Die Reichsgründer oder Das Schmürz“ von Boris Vian am 2. September den Auftakt im Ballhof Eins. Brechts Lehrstück „Der gute Mensch von Sezuan“ wird durch die Klassenzimmer touren. Soeren Voima hat Shakespeares „Othello“ zeitgemäß überschrieben, und Max Frischs „Andorra“ führt uns vor Augen, was Fremdenfeindlichkeit anrichten kann, auch wenn sie sich nicht offen äußert. In „Auerhaus“ von Bov Bjerg entern drei liebenswert-verrückte Außenseiter ein besetztes Haus in der Provinz. Und das ist noch nicht alles: Das Programm des Jungen Schauspiels wird komplettiert von zwei Produktionen, die in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus Hannover entstehen.

Das neue Jahresheft liegt in allen Spielstätten des Staatstheaters aus.

n Am Sonntag, 8. Mai, um 11 Uhr (Einlass 10.30 Uhr) stellen Intendant Lars-Ole Walburg und sein Team das Programm bei einem „Spielzeit-Frühstück extra“ im Foyer des Schauspielhauses vor. Der Eintritt ist frei!

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