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Spielzeit Rot wie das Höllenfeuer
Nachrichten Kultur Spielzeit Rot wie das Höllenfeuer
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00:15 24.02.2017
Zwischen Himmel und Hölle: „Der Freischütz“. Quelle: B. Westhoff
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Hannover

Jägersbraut Agathe, die Tochter des Erbförsters Kuno, sorgt sich um ihren Geliebten Max. Um sie heiraten und die Försterei erben zu können, muss er einen Probeschuss abgeben. Dumm nur, dass Max in letzter Zeit nichts mehr trifft. Sein Kamerad Kaspar, der mit dem teuflischen Samiel im Bunde steht, setzt ihm einen Floh ins Ohr. In der Wolfsschlucht wollen sie zur Mitternacht sieben unfehlbare Freikugeln gießen. Doch bevor das Böse endgültig triumphiert, greifen himmlische Mächte in Gestalt eines Eremiten ein. Vor genau 200 Jahren fingen Carl Maria von Weber und Librettist Friedrich Kind mit der Arbeit am „Freischütz“ an.

„Für die Menschen in dieser Sagengeschichte sind Himmel und Hölle immer gegenwärtig“, erklärt Regisseur Dominik Wilgenbus, der erstmals am TfN zu Gast ist. „Anders funktioniert das Stück nicht.“ Mit aufgeklärtem Verstand dürfe man an diese Mischung aus Sage und Märchen nicht herangehen, davon ist Wilgenbus überzeugt. „Naivität im besten Sinne“ - das versprechen auch die farbenfrohen Kostüme. Anregungen holte sich TfN-Ausstattungsleiter Hannes Neumaier in einem Bildband über Trachten aus ganz Deutschland. Kostüme seien wichtiger, als man denkt. „Den Zuschauern helfen sie, das Stück besser zu verstehen, und den Darstellern, sich besser in die Rolle zu finden“, erklärt Neumaier. Ein Sänger muss sich in den extra geschneiderten Stoffen wohlfühlen.

Die Zuschauer erkennen auf Anhieb eine Hierarchie. Neumaier verpasst dem Erbförster einen Mantel, wo die Jägerburschen nur mit Jacke oder Weste unterwegs sind, als Chef muss er eben ein besseres Outfit haben. Alle Jäger tragen Gamaschen statt Stiefel, wofür es zeitgenössische Vorbilder gibt. Dämon Samiel ist an seinen roten Beinkleidern zu erkennen. Rot wie das Höllenfeuer.en

Am 12. März um 16 Uhr im Theater am Aegi. Karten auch unter (0 51 21) 16 93 16 93 und www.tfn-online.de.

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