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TfN bringt Kästners „Fabian“ auf die Bühne

Inszenierung der Urfassung TfN bringt Kästners „Fabian“ auf die Bühne

Das Theater für Niedersachsen (TfN) bringt Erich Kästners Roman „Fabian“ auf die Bühne – und zwar die 2013 wiederentdecke Urfassung unter dem Titel „Der Gang vor die Hunde“. Die Geschichte könnte nicht aktueller sein. 

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Erschreckend aktuell: Erich Kästners Roman „Fabian“.

Quelle: TfN

Hannover. Fabian sieht sich um und staunt: Die Menschen scheinen sich an jede Rücksichtslosigkeit gewöhnt zu haben. Die politischen Extremisten werden immer gewalttätiger, Europa bietet auch keine Lösung. Massenweise stürzen sich die Menschen ins Vergnügen sexueller Ausschweifungen. Der soziale Abstieg rückt bedrohlich näher - und steht häufig schon vor der eigenen Tür. Was soll man tun in einem solchen Zustand gesellschaftlicher Verunsicherung? In seinem Roman „Fabian“ erzählt Erich Kästner von einem jungen Mann, der sich ins Berliner Nachtleben stürzt und doch versucht, in dieser aufgewühlten Zeit als Beobachter neutral zu bleiben und dabei Vernunft und Anstand zu verteidigen. Erich Kästner schrieb mit so spitzer Feder, dass er seinen Roman entschärfen musste, bevor sein Verleger 1931 die Veröffentlichung wagte.

Erst 2013 wurde die wiederentdeckte Urfassung unter dem Titel „Der Gang vor die Hunde“ gedruckt, die jetzt am Theater für Niedersachsen (TfN) uraufgeführt wird. Jakob Fabians aussichtsloser Versuch, die Anständigkeit zu retten und ein gutes Leben „im Falschen“ zu führen, wurde von Regisseur Gero Vierhuff dramatisiert und auf die Bühne gebracht.

„Wir erzählen die Geschichte von Fabian, die ungefähr 1930 spielt“, sagt Vierhuff über seine Arbeit, „aber man kann gar nicht anders, als immer wieder überrascht zu denken: ‚Huch, das ist ja heute!‘“

Von Astrid Reibstein

Fabian im TfN

Premiere am 6. April, 20 Uhr, in Gronau, ab 8. April in Hildesheim, am 22. April, 20 Uhr, in Burgdorf, am 10. Mai, 20 Uhr, in Wunstorf. Karten unter (0 51 21) 16 93 16 93 und www.tfn-online.de.

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