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Ballhause-Ausstellung zeigt Elend um 1930

Laatzen-Mitte Ballhause-Ausstellung zeigt Elend um 1930

Der Fotograf Walter Ballhause hat mit seinen Aufnahmen Anfang der Dreißigerjahre das Elend der Wirtschaftskrise und den Aufstieg der Nazis in Hannover dokumentiert. In einer Ausstellung sind jetzt 30 seiner Bilder in einer Laatzener Arztpraxis zu sehen.

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Humorvoller Jahresrückblick mit Salon Herbert Royal

Eckhard Flügge (links) und Hagen Krüger stellen 30 Bilder des hannoverschen Fotografen Walter Ballhause in ihrer Praxis aus.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Es sind Motive, die anrühren: Kriegsversehrte mit amputierten Beinen, die um Almosen betteln; ein arbeitsloser Schlosser, der resigniert in seiner Küche in einer Dachgeschosswohnung sitzt; Arbeitslose, die in langer Schlange vor dem Arbeitsamt anstehen. Die andere Seite der Wirklichkeit damals: NS-Aufmärsche und -versammlungen auf Hannovers Straßen und Plätzen und der Sturm auf das Gewerkschaftshaus.

Dokumentiert hat all dies der hannoversche Fotograf Walter Ballhause. Mit seiner Kamera hielt er fest, wie die Menschen - Arbeiter, Kriegsversehrte, arme Frauen, Arbeitslose - die Krisenjahre erlebten. 30 Fotografien aus den Jahren 1930 bis 1933 zeigt jetzt die Ausstellung in der Gemeinschaftspraxis von Hagen Krüger und Eckhard Flügge in Laatzen-Mitte. Auf die Idee gekommen sind die beiden Ärzte aufgrund eines Berichts über den kürzlich erschienenen Fotoband "Harte Zeiten". Herausgegeben hat ihn der ehemalige HAZ-Redakteur Hans Peter Wiechers, der die Aufnahmen bei der Ausstellungseröffnung in Laatzen erläuterte.

Wer die Bilder besichtigen will, kann dies auf Anmeldung unter Telefon (0511) 8236444 tun. Zu sehen sind sie während der Wintermonate in der Praxis, Pettenkoferstraße 2a. Die genaue Dauer steht noch nicht fest.

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