Berlin. Diese prüft eine Klage gegen das Stück von Fritz Kater – ein Pseudonym des scheidenden Gorki-Intendanten Armin Petras – , weil sie im Teil „Depression" über den Suizid eines Torhüters die Geschichte ihres Mannes und ehemaligen Torhüters von Hannover 96 gespiegelt und Persönlichkeitsrechte verletzt sieht. Ursprünglich hatte das Gorki beschlossen, lediglich das umstrittene Mittelstück des Dreiteilers mit dem Titel „Depression" auszulassen.
„Wir sind zu der Überzeugung gelangt, mit einer zweiteiligen Fassung unseren Zuschauern die ursprüngliche künstlerische Intention der Inszenierung nicht mehr nachvollziehbar vermitteln zu können", heißt es in einer Mitteilung von gestern. Man strebe jedoch an, das Stück nach einer Einigung wieder in seiner ursprünglichen Fassung aufzuführen. Nach anwaltlicher Auskunft stehen dem keine rechtlichen Fragen im Wege. Am kommenden Samstag zeigt das Theater statt dessen die einmalige szenische Lesung „5morgen" von Fritz Kater mit dem Ensemble der Produktion „Demenz Depression und Revolution". Darin entwickeln fünf Menschen Überlebensstrategien, nachdem Katastrophenalarm ausgelöst wurde.
Nina May
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